Autor Thema:  Große Pinsel-Mal-Probleme  (Gelesen 5105 mal)

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Offline hannesstrohkopp

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Große Pinsel-Mal-Probleme
« am: 30. Januar 2017, 09:44:24 »
Hallo zusammen!

Ich dachte mir, ich mache mal einen neuen Thread auf, um nicht irgendeinen anderen mit unseren Problemchen zu hijacken.

Wir sind momentan in der Bemalungsphase der Big-E und haben ehrlich gesagt massive Probleme.Natürlich habe ich mir schon diverse Threads und Tipps hier durchgelesen und auch das Internet im Allgemeinen immer wieder befragt. Aber irgendwie kommen wir mit der Bemalung der einzelnen Sektionen der Enterprise immernoch nicht so richtig klar, daher dachte ich mir, ich bitte hier mal direkt um Hilfe...

Zum Einsatz kommen die Standard-Revell Enamel-Döschen Farben.
Wir haben uns drei verschiedene Grau/Blautöne mit unterschiedlichen Helligkeitstufen in seperaten Döschen zusammengemischt.

Schon beim Farbe anmischen zeigten sich erste Probleme:

Wie man erkennen kann, zeigen sich in den einzelnen Tests sehr deutliche Risse. Das ist wirklich nur die Standard-Farbe aus dem Döschen, natürlich gut gerührt und geschüttelt. Kann es sein, dass die unterschiedlichen Revell-Farben sich untereinander nicht vertragen? Aber die sind doch gerade zum Mischen da?

Das Riss-Verhalten konnten wir ein wenig dämpfen, indem wir die Farbe zunächst mit original Revell-Verdünner verdünnt haben. Die verdünnte Farbe (10 Farbe : 15 Verdünner) lässt sich allerdings irgendwie kaum richtig streichen: Man erkennt deutliche Pinselspuren, die man erst wegbekommt, wenn man die Farbe antrocknen lässt, auf göttliche Hilfe hofft und dann die "dick" gewordene Farbe nochmal mit frischem Pinsel wieder anlöst und verstreicht. Geht man zu früh über die erste Schicht, wischt man die Farbe wieder weg und ein endloser Kreislauf von Korrektur der Korrektur der Korrektur startet. Geht man zu spät über die erste Schicht, wird zwar der Farbton deckend, die Pinselstriche bleiben aber deutlich zu sehen.


Dann haben wir angefangen, mit dem Lösemittel zu experimentieren. Anstelle des Revell-Verdünners sind wir erstmal mit Nitro-Verdünnung drangegangen. Das hat auch durchaus passabel geklappt. Das Trocknungsverhalten wurde deutlich beschleunigt, allerdings war die Farbe dann viel zu "flüssig", sodass ein gleichmäßiger Auftrag schwierig wurde.
Die Verdünnung mit Terpentin-Ersatz macht die Farbe deutlich öliger (eher angenehm), löst aber auch die oben gezeigte Rissproblematik sowie die ungleichmäßigen Farbschichten nicht...

Bezüglich der Risse haben wir die Theorie, dass die weisse Grundierung einfach mikroskopisch zu rau ist und viel zu viel Flüssigkeit "aufsaugt". Ein Versuch auf einer Oberfläche mit Klarlack hat viel weniger Risse ergeben, dafür ist es dort nahezu unmöglich eine homogene Farbschicht hinzupinseln...

Ich frage mich einfach, was wir falsch machen. Eine gleichmäßige Farbschicht entsteht bei uns nur bei endloser Rummatscherei mit der halb angetrockneten Farbe. Während wir an der Unterseite des Diskus "üben" habe ich ehrlichgesagt jetzt schon Bauchschmerzen, mir vorzustellen, die Brücke bemalen zu müssen.

Und: Wir verwenden für gerade Kanten das gelbe Tamiya-6mm Maskierband. Top, kann ich mich nicht beschweren. Wenn wir allerdings mit dem weissen 3mm Band (scheint irgendwie aus Plastik zu sein) abkleben, gibt es kaum eine Stelle, an der die Farbe nicht unter das Band fisselt. Gerade im Bereich der Brücke brauchen wir aber eine runde Abklebung mit relativ kleinem Radius: Welches Band würdet ihr dafür nehmen?

Help! :(
« Letzte Änderung: 30. Januar 2017, 09:47:56 von hannesstrohkopp »

Offline dizzyfugu

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #1 am: 30. Januar 2017, 10:15:54 »
Persönlicher Kommentar: Revell-Enamels sind Murks, denn sofort nach dem ersten ebrauch verwandelt sich das Zeug in eine Zähe Pampe, die kaum mit dem Pinsel auftragbar ist. Die Striemen vom Pinsel sind das Ergebnis der seltsamen Farbkonsistenz - Verdünnen hilft in gewissem Umfang, aber die Farben trocknen an der Oberfläche sehr schnell auf - z. T. noch am Pinsel selber! Beim Mischen wird das Ganze noch beschleunigt.

Zu den Rissen vermute ich, dass keine gute Bindung mit der grundierten Oberfläche zustande kommt - vermutlich aufgrund der schnellen Trockung und der Dicke der Farbstärke. Das Zeug "schrumpft" im Volumen, und dies verursacht dann die Risse.

Was für einen Pinsel verwendest Du? Sieht nach einem recht starken Rundpinsel aus, der viel Farbe aufnimmt? Ggf. hilft ein Flachpinsel (und verdünnte Farbe), aber prinzipiell würde ich eh von den Revell-Emaillefarben abraten, denn das ist Kampf mit den Elementen statt entspanntes Bemalen.

Online Sheriff

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #2 am: 30. Januar 2017, 10:21:10 »
Zitat
Zum Einsatz kommen die Standard-Revell Enamel-Döschen Farben.

Warum nehmt ihr nicht gleich anständige Farben?  :dontknow:  :evil6:


Die Enamelfarben beinhalten ein Lösemittel. Die Farbe trocknet indem das Lösemittel verdunstet. Wenn ihr die Farben umfüllt, mischt und verrührt verdunstet schon ein Teil und die Farbe ist zu trocken um ordentlich verarbeitet werden zu können.

Da hilft es auch nicht wenn ihr anderes oder einfach noch mehr Lösemittel dazu gebt.


Was spricht denn gegen Acrylfarben?
Vallejo Model Color lassen sich super verarbeiten, die gibt es in allen erdenklichen Tönen, lassen sch mit anderen Acrylfarben und untereinander wunderbar mischen und du brauchst nur Wasser um die etwas zu verdünnen.

AK macht auch super Farben. Die sind dünner als die Vallejos (extra für die Airbrush) lassen sich aber richtig gut, dünn und deckend mit dem Pnsel vermalen.

Das Modell vorher sauber grundieren, dann sollte es keine Probleme geben.


edit: dizzy war schneller
Gruß, René 

Offline dizzyfugu

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #3 am: 30. Januar 2017, 11:27:37 »
Warum nehmt ihr nicht gleich anständige Farben?  :dontknow:  :evil6:

Bitte etwas Gemach mit der Tonalität. Niemand hat die Wahrheit gefressen, auch nicht post-faktisch.  ;)
Ggf. gibt es lokal nix anderes im Handel, jemand probiert sich mit der Materie (und landet dann fast automatisch beim Revell-Krempel...) und es gibt tatsächlich Fans von Emaille-Farben.

Online Sheriff

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #4 am: 30. Januar 2017, 11:38:42 »
Ich habe keine Tonalität mitgeschrieben. Der Satz deckt sich inhaltlich genau mt
Zitat
Revell-Enamels sind Murks

Jede heraugelesene Tonalität ist reine Interpretation.  :angel:
Hab mich scheinbar nur missverständlich ausgedrückt.
Gruß, René 

Online Mc Namara

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #5 am: 30. Januar 2017, 12:06:45 »
Aaaalso... bei mir in der Umgegend habe ich keinerlei Möglichkeit mir Farben direkt im Handel zu besorgen, bis eben auf die von Revell.
Und irgendwie wird man zum Gewohnheitstier und nimmt, wenn man das nächste mal im Laden ist, wieder die Farben aus dem Regal.
Und über die Jahre komme ich ganz gut damit zurecht.

Ich nehme nur etwas Farbe auf die Pinselspitze und streiche damit eine dünne Schicht.
Sollte es nicht decken nehme ich nachdem die Farbe angezogen ist nochmals ganz wenig Farbe und gehe nochmals drüber.
Wenn die Farbe dann anzieht gehe ich nochmals mit dem fast trockenen Pinsel im rechten Winkel zum Pinselstrich drüber, danach habe ich imho ein recht gutes Ergebnis.
Die Risse und das man die verdünnte Farbe wieder "runterzieht" führe ich auch auf den Untergrund zurück.

Jedoch habe ich ja auch noch die Big E hier wartend liegen.
Da werde ich, bis auf wenige Ausnahmen, wohl auf andere Farben ausweichen und viel probieren.
Die will ich so gut wie möglich und nicht nur recht gut haben.

Offline propdoc

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #6 am: 30. Januar 2017, 13:25:32 »
MMn sind Revell Enamel Murks. Aqua auch ;D

Es sieht so aus, als hätte das Lösemittel der Revellfarben die Grundierung angelöst. Zudem vertragen sich Untergrund und Farbe nicht, deshalb reisst es.

Cheers! Thomas

Offline TWN

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #7 am: 30. Januar 2017, 15:46:20 »
und es gibt tatsächlich Fans von Emaille-Farben.

Mich z. B., habe aber hauptsächlich Testors.
Über meine Probleme mit Acryl hatte ich an anderer Stelle schon geschrieben  ;)
Ex nihilo aliquid fit


Offline hannesstrohkopp

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #8 am: 31. Januar 2017, 09:03:35 »
Hey Leute, vielen lieben Dank für Eure Antworten!

Das mit der Wahl der Farben ist für Unbedarfte so eine Sache. Im Internet finden sich zu jeder Brühe die entsprechenden Fanclubs. Da dachte ich halt, gehen wir auf Nummer sicher und greifen beim größten oder zumindest weit verbreitetsten Hersteller zu. Mist. :(

Gut, dann werde ich mal die Anregungen von hier aufnehmen und die zu unseren Revell-Enamels äquivalenten Vallejo-Aquas bestellen. Hoffentlich bekommen wir einigermaßen ähnliche Farbtöne hingemischt.

Werden die Aqua-Farben dann nur mit Wasser verdünnt? Oder gibt es da irgendwelche Tricks, wie vll Spüli zum Brechen der Oberflächenspannung? Und: In welchem Verhältnis verdünnt ihr?

Vielen Dank!

Alex

Offline propdoc

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #9 am: 31. Januar 2017, 09:28:51 »
Ich verdünne meine Vallejos nicht, wenn ich deckend malen will.
Cheers! Thomas

Online Sheriff

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #10 am: 31. Januar 2017, 10:08:19 »
Acrylfarben solltes du besonders für größere Flächen immer etwas verdünnen. Lieber zwei dünne Schichten als eine dicke.
Ein Trofen Spülmittel im Malwasser ist immer von Vorteil. Oberflächenspannung behindert nur. Wenn du die Farben allerdings nicht verdünnst brauchst du das nicht. Farbe unverdünnt aufzutragen kann aber zu sichtbaren Pinselstrichen führen. Größere glatte Flächen bemalst du mit einem Flachpinsel.

Das Verhältnis Farbe:Wasser musst du herausfinden. Die Farben sind alle leicht unterschiedlich. Drück dir einfach einen Tropfen Farbe auf eine glatte Unterlage und gib nach und nach mit dem Pinsel etwas Wasser hinzu. Du siehst dann beim Vermalen wie stark du die jeweilige Farbe verdünnen kannst ohne dass sie an Deckkraft verliert. Das sind leider Erfahrungswerte, dafür gibt es kein Rezept. 2-3x gemacht und du hast ein Gefühl dafür.
Gruß, René 

Offline hannesstrohkopp

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #11 am: 31. Januar 2017, 10:17:49 »
Ein Trofen Spülmittel im Malwasser ist immer von Vorteil. Oberflächenspannung behindert nur.

Ha, Glückstreffer! :D

Das Verhältnis Farbe:Wasser musst du herausfinden. Die Farben sind alle leicht unterschiedlich. Drück dir einfach einen Tropfen Farbe auf eine glatte Unterlage und gib nach und nach mit dem Pinsel etwas Wasser hinzu. Du siehst dann beim Vermalen wie stark du die jeweilige Farbe verdünnen kannst ohne dass sie an Deckkraft verliert. Das sind leider Erfahrungswerte, dafür gibt es kein Rezept. 2-3x gemacht und du hast ein Gefühl dafür.

Guter Tipp, vielen Dank!  :thumbup:

Offline Bernie

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #12 am: 31. Januar 2017, 11:01:16 »
Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu.

Ich war sehr positiv von den Revell-Aquas überrascht. Als Verdünner verwende ich Spiritus. Um die Trockenzeit etwas zu strecken gebe ich etwas Fensterreiniger hinzu.
Allerdings löst Spiritus auch trockene Revell-Aquas wieder an. Ich versiegel dann mit einem Klarlack.

Ich habe meinen Tie Fighter komplett mit dem Pinsel bemalt. http://www.phoxim.de/forum/index.php?topic=30982.0
§ 328 StGB.:
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.

Offline Dubdrifter

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #13 am: 31. Januar 2017, 12:01:52 »
-War es im Raum sehr warm?
-Was für eine Grundierung habt ihr benutzt?
Alle was ``giftig`` ist wird von der EU in ihrem Regulierungswahn kaputtgemacht (Die wollen sogar Buntstifte verbieten) die Qualität der Farben ist in den letzten Jahren stark gesunken.
Ich persönlich benutze meine alten Enamels nur noch für´s Weathering und bin schon vor langer zeit auf Acrylfarben umgestiegen und bevorzuge VALLEJO, TAMIYA, GUNZE und auch mal MODEL MASTER.
Der Gedanke das die Grundierung das Lösemittel aus der Farbe gesaugt hat ist gar nicht mal übel, wenn es dann noch sehr warm im Raum war und die Farbe zu Dick ist dann sieht es so aus wie bei euch.
Grundsätzlich gilt für mich die Faustregel: Verdünnen bis die Farbe ungefähr die Konsistenz von Milch hat und lieber mehrmals Dünn statt 1x Dick Auftragen und der Pinsel sollte möglichst weich sein. Ich kenne einen Modellbauer der benutzt dafür diese Rougepinsel oder wie auch immer die heißen (diese Riesenbiester mit denen sich Weibchen bemalen)
Ich muss mich der Aussage ´´Revell ist Murks´´ hier LEIDER anschließen, Ich habe im Plastiksegment eines Modellbauladens gearbeitet und es gab bei Revell das meiste Gemecker seitens der Kunden.
Bei Revell ist bekannt das die Qualitäten bei Farbe und Klebstoff nicht das Gelbe vom Ei sind, ´´aber warum was ändern wenn die Leute es kaufen?´´ (Aussage eines Mitarbeiters)
Ich empfehle euch in Zukunft mit Acrylfarben zu arbeiten, die trocknen schnell, stinken nicht wie frisch gestrichene Tür und das Spektrum ist inzwischen wirklich riesig.
Viel Erfolg und trotz des Ärgers viel Spaß beim bauen.
« Letzte Änderung: 01. Februar 2017, 01:18:26 von Dubdrifter »

Offline pirx

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #14 am: 31. Januar 2017, 18:01:13 »
OT:

Alle was ``giftig`` ist wird von der EU in ihrem Regulierungswahn kaputtgemacht (Die wollen sogar Buntstifte verbieten)


Die EU will nur diejenigen Produkte verbieten, welche die neu beschlossenen Grenzwerte für Blei überschreiten.  :evil5: ;)

Zitat
Allerdings wurden drei Arten von Malwerkzeugen entdeckt, von denen einige wenige die strengeren Grenzwerte nicht erfüllen: Fingerfarben, Buntstifte und Wasserfarbenkästen. Von diesen Produkten erfüllen wiederrum 70 bis 80 Prozent bereits die strengeren Grenzwerte, einschließlich der von außerhalb der EU importierten Produkte. Weitere Tests in Schweden bestätigten diese Situation.

http://ec.europa.eu/germany/news/klarstellung-eu-verbietet-keine-buntstifte-und-wasserfarben_de





« Letzte Änderung: 31. Januar 2017, 18:20:56 von pirx »

Offline Dubdrifter

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #15 am: 01. Februar 2017, 01:14:33 »
Danke für die Info an Pirx, ich habe das übrigens nicht aus der Bild :nein:

Offline Benny

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #16 am: 01. Februar 2017, 08:06:34 »
Ja, also wenn du ca. 18 Malstifte gefuttert hast, ab dann wird's kritisch mit dem Grenzwert.
Smooth is easy, easy is fast.

Offline Dubdrifter

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #17 am: 01. Februar 2017, 09:20:12 »
Jepp, lasst uns aus einer kleinen, fies gemeinten Anmerkung keinen Dauerbrenner oder ne Pollitdiskussion machen sondern sehen das wir wieder zum Thema kommen wenn es sich nicht schon erledigt hat. ...Ich bevorzuge für menen Bleihaushalt Angelbleilutschtabletten :angel:
« Letzte Änderung: 01. Februar 2017, 09:28:40 von Dubdrifter »

Offline hannesstrohkopp

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #18 am: 06. Februar 2017, 10:25:55 »
Hallo Leute!

Ich wollte mich nochmal kurz zurückmelden bezüglich der Malerei.

Während auch hier unterschiedliche Meinungen zu den Farben zu Tage gekommen sind, habe ich mich entschlossen, die von der Mehrheit empfohlenen Vallejo Model Colors auszuprobieren:


Erste Streichversuche zeigen ein völlig anderes Bild als es sich bei den Revell Enamels ergeben hat. Vor allem die Pinselstriche sind vieeel schwächer, wenn man zwei oder drei Mal dünn malt:



Gleichzeitig ist aber auch das Verdünnungsverhalten sehr unterschiedlich. Oft wird angeführt, dass man eine "milchige" Konsistenz erreichen sollte, was das genau heisst, finde ich aber in der Praxis garnicht mal so einfach zu beschreiben. Dann haben wir eine kleine Reihe gemacht, oben unverdünnt, unten stark Verdünnt im Verhältnis 10 Farbe zu 15 Wasser, jeweils nur eine Farbschicht:


Wenn ihr das so seht, welche Stufe würdet ihr als "vernünftige" erste Schicht bezeichnen?

Najo, dann kam aber eine zweite Hürde. Durch den Wechsel des Farbsystems mussten wir auch die bereits festgelegten Grundtöne neu anmischen. Da die Acrylfarben aber beim Trocknen EXTREM nachdunkeln, war viel Zeit für (alkoholfreies ;) ) Bierchen zwischen den Malversuchen. Am Ende haben wir aber unsere drei Basistöne denke ich sehr passabel getroffen. Zusammengehörende Farbpaare sind farblich eingekreist, die gerissene Fläche ist die alte Enamel-Farbe:


Tjoa, und damit es zum Schluss noch ein bisschen voran ging, haben wir uns an die erste große Fläche gewagt. Zugegeben, die Rillenstruktur hilft uns was Pinselstriche angeht. Trotzdem kann sich das sehen lassen denke ich:


Vielen, vielen Dank nocheinmal für die Hilfe!!

Online Sheriff

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #19 am: 06. Februar 2017, 10:53:23 »
Sehr schön. Das sieht gut aus.
Super, dass du auch deine Erfahrungen mitteilst  :thumbup:

Welche Konsistenz für dich am besten ist musst du selber rausfinden. Einfach stufenweise runterverdünnen und sehen was dir am besten passt.
So deckend wie möglich aber eben ohne Pinselstriche. Die einzelnen Farben sind da, wie gesagt, alle etwas unterschiedlich.
Gruß, René 

Offline Dubdrifter

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #20 am: 11. Februar 2017, 02:09:23 »
Ihr geht das schon ordentlich an, natürlich ist ´´Milchige konsistenz´´ ein weitläufiger begriff aber ihr bekommt das hin. Ist das Klebeband-problem schon gelöst? wenn ihr nicht noch irgendwelche Spezialprodukte kaufen wollt dann klebt Tamiya-Tape auf eine saubere Glasscheibe und schneidet euch dünnere Streifen aus. Das unterlaufen des Tapes ist beim bemalen mit dem Pinsel schnell passiert, setzt den Pinsel auf dem Band an und geht dann auf´s Modell und versucht die Farbe möglichst trocken und dünn aufzutragen.
« Letzte Änderung: 11. Februar 2017, 02:21:39 von Dubdrifter »

Offline hannesstrohkopp

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #21 am: 13. Februar 2017, 10:47:44 »
Ist das Klebeband-problem schon gelöst? wenn ihr nicht noch irgendwelche Spezialprodukte kaufen wollt dann klebt Tamiya-Tape auf eine saubere Glasscheibe und schneidet euch dünnere Streifen aus. Das unterlaufen des Tapes ist beim bemalen mit dem Pinsel schnell passiert, setzt den Pinsel auf dem Band an und geht dann auf´s Modell und versucht die Farbe möglichst trocken und dünn aufzutragen.

Unsere Klebeband-Situation in kurz:

Technik: Alle Klebestreifen werden auf ein Holzbrett geklebt, zugeschnitten und kommen von dort dann aufs Modell. Grund dafür ist einerseits, die Klebekraft etwas zu verringern und andererseits das Model nicht durch das Schneiden zu beschädigen. Dann wird mit relativ gering flüssiger Farbe vom Band in den Bereich gemalt, in der Hoffnung, dass somit der "Spalt" versiegelt wird für die nächsten Schichten.

6mm gelbes Tamiya-Tape: Top Resultate, scharfe Kanten, kaum Unterlaufen, selbst bei Überlappungen von zwei Tape-Streifen (nach Andrücken der Kannte mit einer Pinzette) gibts wenig Probleme. Aufbewahrung in so einem Abroll-Plastik-Dingen.

3mm weisses Tamiya-Tape: Desolat. Ungefähr eine Unterlaufstelle pro Zentimeter, völlig inakzeptabel. Dieses Band lässt sich plastisch in die Länge ziehen und fest andrücken, um Kurven nachzufahren. Während das vor dem Malen alles gut aussieht (guter Halt, keine Falten o.ä.), kommt die Ernüchterung nach dem Demaskieren. Da hier die Aufbewahrung etwas schludirger war und das Band auch mal mit der Flanke auf dem Tisch lag, haben wir die schlechten Ergebnisse auf Verunreinigungen der Kante zurückgeführt. Daher Neuanschaffung:

2mm weisses Tamiya-Tape: Nichtmal mit den Fingern berührt, nur aus dem Liefertütchen heraus dosiert: Gleiche Sch*****. :(




Offline Callamon

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #22 am: 13. Februar 2017, 11:15:19 »
Es hilft, nach dem Maskieren erstmal mit der SELBEN Farbe zu malen, die gerade abmaskiert wurde. Dann versiegelt die Grundfarbe die Tapekante, man sieht nicht, wenn von ihr etwas unterläuft (da identisch mit der Basisfarbe), und die Kontrastfarbe kann nicht mehr unterlaufen.
---
Gruß aus MG und "Just glue it"
Callamon

Offline hannesstrohkopp

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #23 am: 13. Februar 2017, 11:27:46 »
Nur wie soll man das bei einem (Dosen-)lackierten Grundweiss realisieren? Ich meine, wir haben uns schon etwas Farbe in ein Döschen gesprüht und bringen diese Farbe auch zum Ausbesseren mit dem Pinsel auf. Und hier zeigt sich, dass eine gesprühte Farboberfläche natürlich glatter aber auch leicht anders im Farbton abtrocknet, als ein Pinselstrich... Und das grundsätzlich auf alle Kanten? Das fällt doch auf? Und: Dann müsste diese Farbe doch erstmal durchtrocknen, oder? Sonst rühre ich ja die Acryl-Wasser-Farbe in die Grundfarbe mit was-weiss-ich für einem Lösemittel? :/

Online joeydee

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Re:Große Pinsel-Mal-Probleme
« Antwort #24 am: 13. Februar 2017, 12:11:13 »
Wie ich Callamon verstehe, wäre das in eurem Fall:
- Grundweiß aufsprühen,
- maskieren,
- nochmal Grundweiß aufsprühen um die Tape-Kanten zu versiegeln,
- Farbton auftragen.
Gruß
Jochen