Autor Thema:  Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)  (Gelesen 6498 mal)

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Offline Kleinalrik

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Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« am: 13. März 2016, 02:54:14 »
Ich hätte gerne ein Problem, das mir eine kombinierte Schaltung verursacht. Ich hoffe, ich kann es gut beschreiben:

Ausgangsbasis:

Gleichspannungsquelle 8,4V.

An diese ist parallel angeschlossen:

1. Mehrere LEDs mit passenden Vorwiderständen.

2. Eine Kostantspannungsquelle 5V.

An die Konstantspannungsquelle ist angeschlossen eine Blinkschaltung mit einem 555 Timer. An die Blinkschaltung wiederum sind zwei weiße LEDs (3,4V) parallel angeschlossen OHNE Vorwiderstand.

Ergebnis:
Die LEDs die direkt an 8,4V angeschlossen sind, leuchten wie gewünscht. Die Blinkschaltung leuchtet wie gewünscht.
ABER: Jedes Mal, wenn die Blink-LEDs aufflammen, bricht die Leuchtstärke der "normalen" LEDs ein.

Wie unterbinde ich dieses Dunkelflackern?

Mein Gedanke: Die LEDs der Blinkschaltung haben keine Vorwiderstände, bei 5V Eingangsspannung. Da sie mit einer sehr langen Frequenz blinken (2s aus, 1/100s an), sehe ich das unproblematisch. Allerdings stelle ich mir vor, dass der Blinkvorgang fast schon Kurzschlusscharakter hat und ein hoher Strom fließt (vielleicht bis zu 100mA). Diese spontane Stromabnahme lässt die Spannungsquelle (einen Akku) für einen kurzen Moment einknicken.

Abhilfe: Einen Vorwiderstand vor die BlinkLEDs, um den Blinkstrom zu begrenzen.

ODER:

Irgendwo muss ein Dämpfungskondensator dazwischen. Aber wo und wie groß?

Eure Vorschläge?
"Ey, das Dingen iss massiv, oder?" Kleinalrik - Iron Modeller 2014, Darmstadt

Offline Fbstr

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Re:Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« Antwort #1 am: 13. März 2016, 08:32:20 »
Einen Widerstand wuerde ich immer empfehlen. In dem Fall passend zu 5V, also ca. 100 Ohm.

Desweiteren:
- Hat die 8,4V Quelle genuegend Power?
- Was verwendest Du als 5V Festspannungsregler?
Gruß
Frank

Offline Kleinalrik

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Re:Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« Antwort #2 am: 13. März 2016, 10:02:24 »
Danke für deine Antwort.
Als Festspannungsquelle nehme ich einen L4940V5.

Der Akku hat - zuverlässige - 1.250mAh bei 7,2V Nennspannung.

Was mir nun auffiel: Hänge ich die 8,4V Verbraucher ebenfalls an die 5V, ist das Flackern weg. Anscheinend kann der 4940 Spannungseinbrüche sehr schnell auffangen.

Blöd ist nur, dass ich die LEDs auf 8,4V eingerichtet habe und alles schon mit Schrumpfschläuchen und Kleber etc. verkapselt habe.

Dieser Dualspannungsbetrieb ist auch nur dem Umstand geschuldet, dass das Gesamtprojekt über einen langen Zeitraum entstanden ist und ich da mein Elektrowissen peu a peu aufgebaut hatte. Dieses 8,4V Teil ist als erste Komponente entstanden. Erst danach kam ich auf die Idee mit der Festspannung.
"Ey, das Dingen iss massiv, oder?" Kleinalrik - Iron Modeller 2014, Darmstadt

Offline R2D2 Bastler

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Re:Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« Antwort #3 am: 16. März 2016, 13:22:25 »
Hast Du den L4940V5 gemäß Datenblatt http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/150000-174999/156045-da-01-en-SPANNUNGSREGLER_L4940V5_STM.pdf (Seite 3, Figure 3) bereits mit Kondensatoren aufgebaut oder komplett ohne? Dies wäre die Minimalbeschaltung.

Ich persönlich baue meine Stromversorgungen für Mikrokontroller meist mit je einem 0,1uF (100nF) und einem 10 uF vor und hinter dem Festspannungsregler auf (also 4 Kondensatoren insgesamt). Damit sind die meisten Spannungseinbrüche abgesichert.

Zusätzlich (wie Frank bereits empfohlen hat) einen Vorwiderstand an die Blitzer-LEDs.

Gruß Robert

Offline Kleinalrik

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Re:Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« Antwort #4 am: 16. März 2016, 16:04:33 »
Danke für diesen Tipp, Robert. In der Tat habe ich den 4940er nur nackig beschaltet. Also Plus direkt dran ohne irgendwelche sichernden oder dämpfenden Elemente.

Die Kondensatoren als Brücke zwischen Plus und Minus?

Aber wie kommst du auf 4 Kondensatoren?

Jeweils an beide Eingänge und Ausgänge?

Aber Minus / Masse ist doch sowieso gleich beschaltet und nur Plus geht durch den 4940er durch.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
"Ey, das Dingen iss massiv, oder?" Kleinalrik - Iron Modeller 2014, Darmstadt

Offline Kleinalrik

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Re:Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« Antwort #5 am: 17. März 2016, 13:53:23 »
Habe es mit Kondensatoren versucht, keinen spürbaren Erfolg.

Was ich allerdings bemerkt habe: Das Flackern war nur bemerkbar, wenn der Multimeter zur Strommessung dazwischengeschaltet war. Ohne Multimeter war kein Flackern erkennbar und das über ca. vier Stunden hinweg (das Erreichen der Entladeschlussspannung des Akkus habe ich schlicht verschlafen).

Damit kann ich leben.

Meine Gedanken dazu: Das Ampermeter des Multimeters ist auf 200mA beschränkt. Ich könnte mir denken, dass der Gesamtsdtromverbrauch im Moment des Aufblitzens kurzfristig über 200mA geht und der Multimeter das schlicht nicht zulässt.

Dennoch Danke für deinen Tipp.
"Ey, das Dingen iss massiv, oder?" Kleinalrik - Iron Modeller 2014, Darmstadt

Offline HeiHee

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Re:Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« Antwort #6 am: 18. März 2016, 09:47:55 »
Kann durchaus sein, daß der Stromshunt im Multimeter wie eine Strombegrenzung wirkt. Wie groß der ist, verrät kaum ein Hersteller...
Stehe ich auch mit beiden Füßen auf der Erde, so bin ich mit meinem Kopf doch zwischen den Sternen...

Offline Kleinalrik

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Re:Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« Antwort #7 am: 21. März 2016, 13:36:27 »
Update: Just als ich die Sache mit dem 10A-Anschluss des Multimeters testen wollte, hat mein Sohn die Messstrippen durchgeschnitten.  :motzki:

Kinder...
"Ey, das Dingen iss massiv, oder?" Kleinalrik - Iron Modeller 2014, Darmstadt

Offline Kleinalrik

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Re:Problem mit Blinkschaltung (verursacht Flackern)
« Antwort #8 am: 09. April 2016, 11:42:42 »
Einen Widerstand wuerde ich immer empfehlen. In dem Fall passend zu 5V, also ca. 100 Ohm.


Hätte ich mal auf dich gehört. Ich bin davon ausgegangen, dass bei dem langen Blitzintervall ein Vorwiderstand nicht nötig sei. Gestern, just als ich im Begriff war, das Modell zuzukleben, ist eine der beiden Blitzleds ausgefallen.
Und das beim Bastelabend auswärts!
Glücklicherweise hatte ich alles da, um das zu retten: Einen batteriebtriebenen Lötkolben (den ich nur mithatte, um vor Struschie anzugeben), passende Widerstände aus einer alten Bastelschaltung (musste ich auslöten) sowie 3mm LEDs - purer Zufall, dass ich das mit hatte. Und Struschie hatte mich netterweise mit Schrumpfschlauch versorgt. Das Feuerzeug hat dann Zauberatze - die alte Suchtlunge - ausgeliehen.

Weitergekommen bin ich also gestern abend nicht.
Nunja, netter Testeinsatz des Lötkolbens. Für Notfälle gedacht, im Notfall bewährt.

Jetzt blitzen die LEDs mit je einem 82-Ohm-Widerstand vor sich her (müssten genau 20mA sein).
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