Autor Thema: Materialien Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol  (Gelesen 9040 mal)

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Offline struschie

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Materialien Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« am: 22. August 2014, 16:02:06 »
We besprochen stelle ich hier eine verdammt vielversprechende Methode zum Übertragen von Tintendrucker-Ausdrucken auf PS vor:

Den Ausdruck auf Overheadfolie - ACHTUNG - keine Tintendrucker-Folie benutzen! Und auch keine schnelldruckende Folie!

Den Ausdruck sofort auf das PS (hier in gelb) legen und andrücken. Fertig! Von der Folie lies sich die Tinte mit einem trockenen Küchentuch restlos abwischen (= wiederverwendbar!).
Transfering prints to PS by struschie
Untitled by struschie


Leider trocknete die Tinte auch dem PS auch nach 15 Minuten nicht. Hier muss also vorsichtig gearbeitet werden. Der Übertrag ist damit m.E. aber um Längen leichter, als wenn auf Papier ausgedruckt wird und dann mittels Nadeln die Eckpunkte markiert und dann ausgeschnittn werden. Auch zum Schneiden sind verschmierte Linien viel besser, als keine.


Danke joeydee für die Anregung - ich hoffe auf weitere Techniken in diesem Thread.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2017, 13:52:43 von Sheriff »

Offline Benny

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #1 am: 22. August 2014, 16:22:17 »
Cooler Tipp, danke.

Noch an die Richtung denken, bei asymmetrischen Parts eventuell spiegelbildlich arbeiten. Je nachdem, obs glattes oder PS mit Struktur ist.
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Offline dasRoy

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #2 am: 22. August 2014, 16:31:30 »
Vieleicht mal Maskierfolie auf das PS kleben und dann die Prozedur mit der Tinte machen. Die Maskierfolie kann ja wieder abgemacht werden nach dem Schneiden.

Offline Bernie

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #3 am: 22. August 2014, 17:04:57 »
Guter Tipp  :thumbup:

mir kommt da noch die Idee mit den Selbstdruck-Decals - ist aber sicher eine Kostenfrage  ???
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Offline ClassicMonsters

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #4 am: 22. August 2014, 19:00:27 »
Hallo,

ichhabe das PS immer etwas mit feinem Sandpaier angeschliffen, so hat die Tinte gut auf dem PS gehalten ohne zu verwischen.
Dünne PS Platten konnte ich gleich in den Drucker einlegen.

VG Bernd

Offline Karotte

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #5 am: 22. August 2014, 19:19:02 »
Die Idee / Technik ist super! Könnt ich gut gebrauchen. Aber mit nem Laserdrucker wird das wohl nicht hauen...  ;) ;D
Bernd

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Offline struschie

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #6 am: 22. August 2014, 19:51:32 »
Bernd: Wie dünn ist dünn?

Offline Karotte

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #7 am: 22. August 2014, 19:58:24 »
Dünn? Laut BMI hab ich eher Übergewicht... Aber warum?
Bernd

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Offline struschie

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #8 am: 22. August 2014, 20:03:38 »
Der Classic Bernd war gemeint ;D

Für Laserdrucker gibt es such Lösungen
Schau mal im Gypsi King Thread von joeydee

Offline Karotte

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #9 am: 22. August 2014, 20:06:29 »
Lol!  ;D ;D ;D
Bernd

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Offline joeydee

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #10 am: 23. August 2014, 18:14:51 »
Danke für's Starten des Threads, Struschie.
Wie angekündigt schließe ich hier meine aktuelle Vorgehensweise mit an. Ich hoffe es ist ok, hier Marken zu nennen, damit es nachvollziehbar bleibt. Andere Marken habe ich nicht getestet, das wird sich aber sicher ähnlich verhalten.


Ausgangsmaterial ist ein Laserdruck (hier ein Reststreifen von meinem Harvester-Projekt; ich drucke meist mehr Teile aus als ich benötige). Ich benutze zur Zeit 220g ColorCopy von Mondi, weil ich das zum Teil für Prototyping und Kartonteile nutze, und weil diese Stärke gerade noch durch meinen Drucker läuft und sich auch nicht sofort in alle Himmelsrichtungen wellt, wenn es nachher feucht wird.
Ich schneide immer möglichst kleine einzelne Teile aus, die lassen sich besser auflaminieren als ein ganzes Blatt am Stück.


Breiter Acrylpinsel und Acrylbinder (=Farb-Bindemittel ohne Pigmente) aus dem Künstlerbedarf. Welcher u.a. Pigmente wasserfest binden und Papierschichten laminieren kann - genau was wir tun werden.


Die Oberfläche des PS-Sheets wird aufgerauht. Sollte selbstredend auch fettfrei etc. sein - kennt ihr ja.


Die Druckseite des Papiers wird gut mit Acrylbinder eingestrichen. Achtung: dünne Schichten trocknen an der Luft recht schnell, das gibt dann Blasen und der Druck wird nicht vollständig übertragen.


Solange der Binder noch feucht ist, mit dem Druck nach unten aufs Sheet legen und die Rückseite ebenfalls einpinseln. Das drückt das Papier sanft genug gleichmäßig an und vermeidet Krümmung und Lösung des Papiers.

Nach wenigen Minuten ist der Binder schon grifffest, das Papier aber noch eine ganze Weile feucht. Am besten zwischen glatten Flächen (Bücher, Topfböden) und Küchentüchern trocknen.
Je nach Klima kann das schon nach 15 Minuten der Fall sein. Das Papier sollte jedenfalls komplett trocken sein, nur dann hat der Acrylbinder auch genug Tonerpigmente wasserfest an das Sheet gebunden.


Nach dem Trocknen unter fließendem Wasser das Papier aufweichen und mit der Fingerspitze (nicht Fingernagel) vorsichtig von den Kanten her schichtweise abrubbeln/rollen.


Der Ausdruck wird langsam sichtbar. Rechts unten war der Acrylbinder wahrscheinlich zu schnell trocken, da hat nichts gehaftet. Vermutlich, weil ich zwischendurch ja fotografieren musste.
Mit solchen Fehlstellen muss man bei der Methode aber immer rechnen, auch durchs Abrubbeln, das ist in den meisten Fällen aber unkritisch und kann nachkonstruiert werden.


Noch die restlichen Fussel abgerubbelt, der Ausdruck ist relativ klar mit vollem Kontrast sichtbar und befindet sich direkt auf dem Sheet, ohne auftragende Zwischenschicht und ohne Verschiebemöglichkeit. Wie gesagt mit Fehlstellen, da muss man einfach abwägen ab wann man schneidet oder ob man noch weiter säubert. Nach dem Schneiden kann man dann vollständig säubern.


Wie man sieht, ist auch das natürlich nicht die ultimative Lösung für alle Fälle, aber relativ fix und unkompliziert, und zumindest mir hat es bisher gute Dienste geleistet.
Vor allem auch günstig, da man kein teures Trägermaterial benötigt. Oft genug hat man ja eine Änderung nur an einem 10mm-Kleinteil, muss dafür aber nochmal ein ganzes Blatt ausdrucken.

Noch ein paar Anmerkungen:
- Man kann natürlich auch einen Ausdruck auf dünnem Papier seitenrichtig auflaminieren und dann Sheet inklusive Ausdruck schneiden. Gerade für Kleinteile aber nicht die schönste Lösung.
- Bei Materialien wie Holz oder dicker Pappe "verbaue" ich teilweise sogar die Pläne auf diese Art, wenn die Seite später sowieso nicht mehr sichtbar ist.
- Je nach Vorlagengröße und Dehnrichtung des Papiers muss man ggf. mit Toleranzen rechnen. Besseres Papier hilft.
- Sicher funktionieren auch andere Klebstoffe (z.B. Holzleim?) oder Klarlacke. Solange das Sheet aber nicht angelöst wird, muss man wohl immer mit Tonerabrieb rechnen.
- Ob Acrylbinder auch in der Lage ist, Tintenstrahl-Ausdrucke für diesen Vorgang wasserfest genug zu binden, kann ich nicht testen, könnte aber sein. Dann würde ich aber zuerst das PS-Sheet einstreichen, statt der Vorlage direkt auf der Druckseite.
- Es gibt im Bastelbereich sogenanntes "Foto Transfer Potch". Davon hatte ich die Idee, dieselbe Vorgehensweise einmal mit Mitteln auszuprobieren, die ich zuhause habe - das war dann besagter Acrylbinder. Ausprobiert habe ich dieses Potch jedoch noch nicht (mangels Bedarf), vielleicht geht es damit besser. Erfahrungsberichte bitte hier anhängen, ich wäre interessiert.
- Ein weiterer Kandidat wäre vielleicht bedruckbare Tattoo-Folie oder ähnliches - Aufkleben, inklusive Folie schneiden und wieder abziehen. Da weiß man aber nicht ob sich die Folie unter der Klinge beim Schneiden verschieben kann. Bei Details die nur mm auseinanderliegen stelle ich mir das kritisch vor. Bei einem Transfer kann das nicht passieren, und jedes Zehntel das meine Vorlage näher an der Sheetoberfläche ist, ist mir natürlich recht.

Von mir aus können in diesem Thread mit der Zeit gerne weitere Experimente, Verfahren und Verbesserungen und alternative Materialien vorgestellt werden. Ist auch im Sinne von Struschie, wenn ich das richtig gedeutet habe - an sowas sind wir ja stets alle interessiert.

Gruß
Jochen

Offline Tom Gruber

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #11 am: 23. August 2014, 20:31:35 »
Ich mach auf diese Art Decals und zwar auf Materialien wo diese normalen Wasserschiebebilder/Decals nicht haften. ZB auf Holz, ich hatte letztens noch Weinkisten hergestellt und diese so beschriftet. Ich nehme dazu Vallejo Modellcolor und drücke die Ausdrucke mit Beschrifungen in die frisch aufgetragene Farbe.
thanxx for looking, :T.O.M:

Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein

Offline ClassicMonsters

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #12 am: 24. August 2014, 06:10:14 »
0,5m

Offline struschie

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #13 am: 24. August 2014, 08:03:22 »
50cm ??.??
Was hast du bloss fürn Drucker?
scnr ;)
Schon klar - vielen Dank!

@joeydee & Tom:
Vielen Dank fürs ausführliche Erläutern!!!

Jeder der andere Methoden oder Tipps & Tricks zum Thrma hat: Bitte posten!

Und wenn DU noch nicht registriert bist, mach es doch endlich ;)

Offline ClassicMonsters

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #14 am: 24. August 2014, 08:32:35 »
Uiii, natürlich 0,5mm  ;)

Offline Callamon

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #15 am: 24. August 2014, 11:08:25 »
Das direkte drucken klappt ja klasse! Welchen Drucker verwendest Du?

PS: cool, ein Silent Runnning Roboter...  :thumbup:
---
Gruß aus MG und "Just glue it"
Callamon

Offline struschie

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #16 am: 29. August 2014, 21:50:17 »
Hier noch eine Anleitung wo Tintendrucker Ausdrucke mittels Podge (oder alternativ joydees Acryl Gel) auf Holz übertragen wird - dazu wird zuerst Weißleim aufs Papier gestrichen: lies nach

Offline joeydee

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #17 am: 15. Oktober 2014, 17:44:44 »
Noch eine Methode von der ich hätte wetten können, dass sie komplett schiefgeht:

- Laser-Ausdruck,
- mit der Druckseite nach unten aufs Sheet legen, ggf. an einer Stelle mit Klebeband fixieren,
- Auf die Rückseite Tamiya Thin in kleinen Mengen aufpinseln und verteilen (jedes Lösemittel für PS sollte ebenfalls gehen),
- mit einem weiteren Papier sofort die Stellen andrücken, bei größeren Teilen stückweise arbeiten.
- wenn nach wenigen Sekunden verdunstet, Papier abziehen - geht ganz leicht und restlos, fühlt sich etwa wie das Abziehen einer PostIt an.

Hätte gedacht das gibt nur Sauerei und eine unregelmäßig rauhe Oberfläche auf dem Sheet, deswegen hatte ich es nie probiert. Der allererste Versuch mit zu viel Toner, zu viel Kleber und ohne richtige Fixierung sah auch eher bescheiden aus. Tatsache ist aber, das Lösemittel löst den Toner an und "brennt" ihn gleichzeitig auf die Oberfläche ohne das Sheet wirklich zu beschädigen, da es vom Papier zurückgehalten wird und verdunstet.
Nicht zu viel Lösemittel nehmen, der Auftrag von hinten und Diffusion im Papier verteilt das Mittel gleichmäßiger als gedacht, die schnelle Verdunstung lässt das Papier nicht verziehen. Ein paar Tropfen hier und da und leicht verwischen hat gereicht, auch wenn von hinten gesehen nicht die ganze Fläche getränkt erschien. Wenns durchsichtig wird, ist es praktisch schon zu viel. Also nicht mit der halben Flasche alles deckend ersaufen; für ca. 20x150mm (siehe Bild) habe ich gefühlt 5-6 Mal den Pinsel neu eingetaucht, ein Tropfen alle paar cm. Ich habe gerade 220g-Papier drin - ob auch die üblichen 80g-Papiere gut funktionieren oder die Diffusion zu gering ist, hab ich noch nicht probiert.
Tintenstrahler müsste da auch gehen, denn die Farbe wird ja sowieso angelöst.
Da keine Trockenzeit anfällt, geht das alles verdammt schnell und lässt sich sofort weiterverarbeiten. Für große Flächen müsste man aber mal aus Kostengründen andere Lösemittel (Ethylacetat?) testen.

Hab da schon 2-3 Sachen gemacht und es hat immer auf Anhieb geklappt, nur die Lösemittelmenge ist so ne Gefühlssache.
Beispiel (wobei eine Stelle nicht ganz angedrückt war oder kein Kleber hingekommen ist):


Gruß
Jochen

Offline Callamon

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #18 am: 15. Oktober 2014, 18:20:42 »
Hübsche Methode. In meiner neuen Firma haben wir die ultimate Möglichkeit für sowas: Einen UV-Flachbettdrucker mit dem man beliebige Materialien vom Papier bis zu zu Stein, Holz, Metall in 50 mm (!) Stärke bedrucken kann. Da nicht mit Hitze gearbeitet wird, sondern die Tinte in Sekundenbruchteilen durch UV LEDs gehärtet wird, kann man auch beliebige Kunststoffe bedrucken.  8)

Das ding kann außerdem weiß drucken (toll für Drucke auf transparentes Material) und hat eine maximale Breite von 160 cm bei theoretisch unbegrenzter Länge.

Wer sich das mal ansehen möchte: Einfach mal nach "Durst Omega 2" googeln.
---
Gruß aus MG und "Just glue it"
Callamon

Offline struschie

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #19 am: 15. Oktober 2014, 19:51:05 »
Geile Sache,  Jochen!

Glückwunsch zum Job, Marco!

Offline Kleinalrik

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #20 am: 17. Oktober 2014, 12:41:02 »
Vielen Dank für diese "Forschungsarbeit", Jochen!  :thumbup:
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Offline Lou

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #21 am: 29. Oktober 2014, 09:27:33 »
Ich hab meine Sachen immer auf Aufkleberpapier gedruckt, aufs Poly aufgeklebt und nach dem Schneiden wieder abgezogen.
Schlag' flach das mächt'ge Rund der Welt; zerbrich
Die Formen der Natur, vernicht' auf eins
Den Schöpfungskeim des undankbaren Menschen!

Offline Kleinalrik

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #22 am: 29. Oktober 2014, 09:45:21 »
Erscheint mir etwas aufwändig, aber sicherlich die genaueste weil verrutschärmste Methode.  :thumbup:
"Ey, das Dingen iss massiv, oder?" Kleinalrik - Iron Modeller 2014, Darmstadt

Offline joeydee

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #23 am: 05. März 2015, 18:55:07 »
Die Tamiya-Thin-Methode (s.o.) hat sich bisher für mich bewährt, vor allem für Kleinteile, da das Papier sofort wie eine PostIt haften bleibt, der Kunststoff aber nicht zu stark angelöst wird. Man darf nur nicht zu lange antrocknen lassen.

Inzwischen habe ich auch das nächstliegende angetestet: Nagellackentferner (Acetonfrei). Wieder nur mit Laserdrucker getestet (normales 80g-Druckerpapier), mangels Tintenstrahler.
Prinzip wie oben, mit Pinsel die Konturen auf der Rückseite nachzeichnen. Haftet nicht (Ethylacetat ist wohl so weit verdünnt, dass es bis zur Verdunstung den Kunststoff nicht ausreichend anlösen kann, oder enthaltene Öle sind Schuld oder irgend sowas). Der Toner wird aber angelöst.
Werde ich in Zukunft für größere Sachen testen, man muss dafür das Papier natürlich irgendwie fixieren, dafür hat man aber beliebig Zeit zum Übertragen und es ist deutlich günstiger.
Der "Aufdruck" ist so scharf wie das Original, natürlich weniger deckend aber sehr gut erkennbar. Außerdem ziemlich wasser- und abriebfest (auch mit Fingernagel brauchte ich eine ganze Weile bis sich da was tut), die Oberfläche außer einem leichten Schleier weder sichtbar noch spürbar angegriffen.

Ganz oben auf der Testliste, wenn ich mal was passendes finde:
Ein Refill-Filzstift mit Nagellackentferner. Wäre verdammt praktisch. Die Filzspitze müsste für das Lösemittel durchlässig sein. Es gibt sogar fertige Refill-Nagellackentferner-Stifte, müsste ich aber bestellen.
Eventuell funktioniert auch schon ein heller lösemittelhaltiger Lackstift. Alles womit man nicht auf Styropor malen kann und was durch die Papierporen auf die Rückseite dringt sollte funktionieren (z.B. gelber Edding).
Gruß
Jochen

Offline struschie

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Re:Übertragen von Computerausdrucken aus Polystyrol
« Antwort #24 am: 05. März 2015, 21:54:34 »
Ich hab heute wieder mit Tinte auf die Overheadfolie gedruckt: Bin so happy über die Methode :
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