Autor Thema: A Star Wars Story Sternzerstörer-Diorama "Blackout over Scarif"  (Gelesen 1940 mal)

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Offline Kleinalrik

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A Star Wars Story Re: Sternzerstörer-Diorama "Blackout over Scarif"
« Antwort #25 am: 14. Februar 2018, 12:19:18 »
Also, mir gefällt nicht...

mir gefällt nicht...

mir gefällt niiiiiecht...

... wie versifft die Schneidmatte aussieht, ja genau!!! Das geht so gar nicht!  :nein:

Hör mal, das mag jetzt unbeholfen klingen, aber ich würde gerne von dir wissen, wie du beim Verlegen der Lichtleitfasern vorgehst.

Ich sehe die Fasern von den Fensterbohrungen in effizient knappen Kurven in die LED-Hülsen münden. Keine Faser scheint unnötig gebogen oder zu lang zu sein.

Wie / in welcher Reihenfolge gehst du da vor? Bündelst du erst die Fasern in der LED-Hülse und führst sie dann einzeln durch die Fensterbohrungen? Oder genau umgekehrt: Erst mal alles durch die Fensterbohrungen, dann bündeln, dann ablängen und in die Hülse?

Machst du das LED für LED oder haust du erst mal alles durch die Bohrungen und entscheidest dann, welche Faser zu welcher LED soll?
"Ey, das Dingen iss massiv, oder?" Kleinalrik - Iron Modeller 2014, Darmstadt

Offline Doomgiver

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Re: Sternzerstörer-Diorama "Blackout over Scarif"
« Antwort #26 am: 14. Februar 2018, 19:14:01 »
Da habe ch auch mehrere Versuche für gebraucht, bis ich meine  Methode gefunden habe.  ;D

1. Zunächst werden einfach frei Schnauze die Löcher gebohrt. Da wo ich mir Licht vorstellen kann (und ich mit dem Klipser zum abtrennen der überstehenden Faser rankomme), kommt ein Loch rein.
2. Wenn das dann erledigt ist, markiere ich mit entsprechenden Finelinern die Stellen, wo ich eine farbige Faser haben möchte. So sieht man schon früh in der Übersicht, wie das wirkt. Nimm blos nicht zu viele, das sieht sonst aus wie ein Weihnachtsbaum oder Diskokugel. Weniger ist mehr.
3. Die LED wird vorher fertig gelötet und platziert. Wichtig ist das kleine Stück Rohr als Fixierung der Fasern, das ist auch schon drauf. Material ist egal, ich nehme Kupfer und Messing, je nach Durchmesser. WICHTIG: Nach dem zurechtsägen unbedingt die Schnittkanten entgraten und anfasen!  :evil5:
4. Jetzt schnippel ich mir immer mehrere Fasern zusammen grob auf Länge und fädel die dann einzeln von außen ein. Die Löcher sind sehr eng, wenn die Faser an ihrem Platz ist, rutscht sie auch selten wieder zurück.
5. Immer wenn ich einen Bereich (5-10 Fasern fertig habe, fixiere ich die Stellen modellinnenseitig provisorisch mit ein klein wenig UV-Kleber. Hier nur wenig nehmen, da er beim aushärten Wärme entwickelt und zudem furchtbar stinkt.
6. Wenn der Abschnitt komplett fertig bzw. die LED voll ist, wird diese nun mit etwas UV-Kleber verfüllt. Besonders bei halbvollen LEDs damit versuchen, das Loch etwas zu verkleinern.
6. Abschließend dann mit Ponal alles fixieren.

Ich habe da die Erfahrung gemacht, dass größere Mengen Ponal blau aushärten, was dann auch Auswirkungen auf die Farbe der LED hat. Deshalb fülle ich sie eben etwas vor, falls noch zuviel Platz ist.
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Offline Ramirez

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Re: Sternzerstörer-Diorama "Blackout over Scarif"
« Antwort #27 am: 15. Februar 2018, 00:06:08 »

Falls ich jemals mit meinem Falken fertig werde, habe ich auch noch den ISD von Revell rumliegen.
Wenn ich das LWL Chaos hier sehe, wird mir schon ganz anders. :kotz:
Was für eine Arbeit. :respekt:

Die Hammerhead ist echt der Hammer. ;D

Hier bleibe ich hängen. 8)
Grüße aus Hamburg

Offline Wanessa

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Re: Sternzerstörer-Diorama "Blackout over Scarif"
« Antwort #28 am: 17. Februar 2018, 13:11:37 »
was machst du da...was machst du da, an diesen bau klebe ich wie eine deiner lichtleitfaser  :smiler6:  :respekt:

Offline Doomgiver

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Re: Sternzerstörer-Diorama "Blackout over Scarif"
« Antwort #29 am: 24. Februar 2018, 15:09:53 »
Habe wieder etwas weitergemacht, hier zunächst etwas Mechanik.

Irgendwie muss das ganze Ding ja am Ende entsprechend präsentiert werden, was ich durch ein Messingrohr tun werde, welches als Ständer dient. Modellinnenseitig ist dafür natürlich noch eine entsprechende Aufnahme nötig. Also habe ich etwas konstruiert und die Daten einem befreundeten Modellbauer geschickt, der daraufhin seine Fräse anwarf. Kurze Zeit später bekam ich den ersten Entwurf per Post.


Dies sind Teile für zwei Halter, da ich für einen anderen ISD ebenfalls einen benötige. Zunächst also erstmal alle benötigten Teile herauslösen und grob versäubern.


Begonnen habe ich mit dem Zentralstück. Dieses besteht aus mehreren Ringen, die übereinander geklebt werden. Ursprünglich sollte hier ein recht großes Rohr hinein, dass ich über ein Winkelstück schräg stellen wollte, um der ganzen Szene etwas mehr Dynamik zu verleihen. Das hat sich aber am ende doch erledigt, da mir das Ganze zu wuchtig wurde. Später wird hier noch ein Adapter hineinkommen, um ein dünneres Rohr aufzunehmen.


Anschließend wurden die beiden Seitenteile linksund rechts der Grundplatte verklebt.


Danach folgten die vordere und hintere Abschlussplatte.


Nun die Rippen. Die beiden Querträger sind identisch, aufpassen muss man bei den Längsträgern. Die sind nur minimal in der Höhe unterschiedlich, außerdem ist eine Seite etwas angeschrägt.


Am Ende wurde das Zentralstück eingesetzt. Was auffällt, ist dass noch ein Ringsegment fehlt. Das hat den Grund, dass zunächst noch die abschließende Kontur eingeschliffen werden muss. Die Teile sind ja fertigungsbedingt alle mit 90°-Kanten versehen, das muss noch entsprechend der Rumpfform angepasst werden.


Und ab damit ins Modell zum ersten trockenpassen. Das sieht jetzt sehr breit aus (was es auch ist), das hat aber seine Gründe: Durch den zweiten freihängenden ISD kommt ein gewisses seitliches Biegemoment auf den Halter, was entsprechend aufgefangen werden muss.


Blick auf die hintere Abschlussplatte. Bild ist leider etwas schlecht, was an der schwarzen Grundierung liegt. Der Luftspalt ist schön gleichmäßig, der Winkel zwischen Rumpf und Halter passt also schonmal im Groben. Lediglich auf den Seitenteilen liegt er derzeit auf, was aber noch weggeschliffen bzw. angepasst werden muss.


Aktuell ist der Halter noch mal in Überarbeitung, da die Stecknuten doch etwas breit geworden sind. Dadruch sind keine vernünftigen Klebenähte als Hohlkehle möglich. Für meinen zweiten ISD werde ich diesen Halter nehmen, dafür genügt das. Fast genau unter dem Reaktor befindet sich ja der Schwerpunkt des Modells, da treten dann kaum Biegekräfte auf. Aber für das Diorama bin ich noch nicht ganz glücklich.


Hier nun der zweite Teil, der vermutlich für die meisten etwas abstrakt ist: "Alles ist besser mit Bluetooth!"  ;D

Im Herzen des Schiffes werkelt ja später ein Arduino Mega 2560, der auch richtig zu tun bekommt. Ich hatte ja ursprünglich vor, die Parameter der Software mittels einer Seriellen Schnittstelle programmieren zu können. Dafür braucht es nur drei dünne Drähte, und ich muss nicht immer das ganze Programm neu aufspielen, nur weil ich mal etwas an der Helligkeit der Triebwerke oder am flackern des Feuers geändert habe. Aber wie so häufig kommt man ja abends auf dumme Ideen, und so stieß ich auf Bluetooth-Module, die sehr gut mit dem Arduino funktioneren. Nach einem ersten Blitzgedanken ("Per Funk wäre das schon cool!"  :thumbup:), lies mich das nicht mehr los, und ich orderte eine entsprechende Platine.

Die hier habe ich schon etwas modifiziert, dazu gleich mehr. Es handelt sich um ein sog. "HC-05"-Modul. Es gibt auch noch das "HC-06", das aber weniger kann und genau soviel kostet (ca. 7-9€/Stück, je nach Anbieter).


Es gibt bereits modernere Module (z.B. das HC-10), die auch Bluetooth 4.0 beherrschen. Ich habe es aber ums verrecken nicht vernünftig zum laufen bekommen, weswegen ich das verworfen habe. Die Hauptunterschiede liegen in der höhreren Geschwindigkeit und Reichweite (für meinen Anwendungsfall unerheblich) sowie im geringeren Stromverbrauch (ebenfalls unerheblich, da ich das Modul nur bei Bedarf anschalte und es eh durch das Netzteil versorgt wird). Für mobile Anwendungen mit einem kleinen Akku wäre das allerdings zu bedenken.

Dann ging es los: Wie bekomme ich das Ding zum laufen? Die Stromversorgung erfolgt idealerweise über 5V, die Sende-, Empfangs- und Prog.-Leitung kommen allerdings nur mit 3,3V klar. Die Antwort war ein Pegelwandler, der zwischen die Datenleitungen des FDTI-Prorammers (5V) und des HC-06 (3,3V) gehängt wird. Früher waren die Dinger etwas knifflig. Der hier verwendet jedoch einen raffinierten Schaltungstrick, da es eigentlich nur zwei MOSFETs sind, die entsprechend verbunden wurden. Ergebnis: Das Ding ist absolut winzig und spottbillig (ca. 1€/Stück).

Also flugs eine entsprechende Platine gelötet...


... und alles angeschlossen. Hier kann man jetzt auch sehen, wozu die extra Leitung am Board ist: Dies ist der berühmte Pin 34, der während des Einschaltvorganges 3,3V+ haben muss (hier der Lila-Anschluss), damit man in den sogenannten AT-Modus belangt. In diesem speziellen Betriebsmodus lassen sich jetzt der Name, Passwort, Übertragungsgeschwindigkeit, etc. einstellen.
Das hätte man seitens des Boardherstellers auch eleganter lösen können, aber was solls. Am längsten hat es noch gedauert, überhaupt dahinter zu kommen. Der eigentliche Umbau war innerhalb einer Minute erledigt.
Links das HC-05, rechts ein FTDI-Board. Welches man nimmt, spielt keine große Rolle. Die sind im Grunde fast alle gleich.


Anschließend lässt sich über den seriellen Monitor das Modul programmieren. Ich habe lediglich den Namen und den Key geändert, damit nicht jeder sich da einloggen kann. Und dann der große Moment...

Bluetooth am Labtop eingeschaltet, neue Geräte suchen lassen, etwas klicken, Nummer eingeben und Bingo! Da ist es in der Geräteliste und kann verwendet werden.  :respekt:


Ich habe das natürlich gleich entsprechend ausprobiert und es funktioniert einwandfrei. Konnte über ein kleines Terminal-Programm problemlos von meinem Labtop aus mit dem Arduino in beide Richtungen kommunizieren. Mission erfolgreich!

Die gute Frage natürlich zum Schluss:
- Braucht man das unbedingt? Nö!
- Warum tut man das? Weil man es kann!  :smiler6:

Falls gewünscht, kann ich das Thema im Elektronik-Bereich in einem separaten Thread noch mal etwas ausführlicher behandeln, das hier ist nur ein kurzer Anriss. Ich sah das auch mehr als erste Schritte im Bereich der Funkkommunikation an, die ich in Zukunft noch mal für einen 1:16 "Gepard"-Panzer benötige. Dem will ich einen Automatik-Modus spendieren, dafür muss aber die Wanne mit dem Turm sprechen können.

Und es hat doch irgendwie etwas herrlich dekadentes, sich mit seinem Tablett aufs Sofa zu lümmeln, und von dort das Licht in seinen Modellen an- und auszuschalten.  :smiler6:
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Offline Ramirez

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Re: Sternzerstörer-Diorama "Blackout over Scarif"
« Antwort #30 am: 24. Februar 2018, 15:43:56 »

Wow, eine beeindruckende Menge an HighTec und Arbeit. :respekt:
Wirklich interessant zuzuschauen. 8)

Mehr davon.
Grüße aus Hamburg

Offline Doomgiver

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Re: Sternzerstörer-Diorama "Blackout over Scarif"
« Antwort #31 am: 10. März 2018, 20:10:57 »
Die letzten Tage habe ich wieder viel mit zus. Licht verbracht, aber noch eher uninteressant. Dafür etwas Neues zum Thema Halter. Hier nun die Version V2, die diesmal ganz hervorragend zusammenpasst. Beim ersten Mal passierte ja noch ein dummer Fehler beim fräsen, weshalb die Nuten zu breit waren. Der Zusammenbau analog zur V1.



Hier habe ich bereits ein Stück Edelstahlrohr (Da=7,0;Di=6,0) eingezogen.


Kurz vor dem Einbau kam mir noch die Idee, ein Stück Anti-Statik-Schaum als Lichtblocker einzubauen. Das soll verhinden, dass Streulicht zwischen Ständer und Modell heraus schimmert.


Im Modell dann zunächst die Grundierung abgekratzt, wo der Halter verklebt wird. Anschließend noch das Profil in den Halter eingeschliffen (Kanten brechen, etc.).


Dann rein damit und Spannzangen ran. Jetzt trocknet das erstmal bis morgen durch.


Derzeit vom anderen Ende des Ständers. Hier war ich lange auf der Suche, bis ich einem Tipp folgend auf Motor-Wellen-Flansche stieß.


Genau nach so etwas habe ich gesucht! Dazu noch recht günstig. Ich habe mich hier für die 6mm-Variante entchieden. Auf der Gegenseite wurden Senkungen eingebracht.


Beim Messingrohr wurden 2x 2,5mm-Löcher eingebracht. Anschließend die Madenschrauben links und rechts eingedreht.



Das hier ist zunächst provisorisch. Am Ende werde ich das Rohr mit Buchsenkleber (Loctite 648) einkleben und die Madenschrauben danach mit Schraubensicherung montieren (Loctite 243). Danach sollte das Lager locker mit dem Gewicht klarkommen. In der Gurndplatte werden die vier Schrauben nachher durchgesteckt und mit einer Gegenplatte aus Messing verschraubt. So wird das Gewicht besser auf die Grundplatte verteilt. Nur mit kleinen SPAX-Schrauben wollte ich da nicht ran. Als reines Standmodell würde das vermutlich zwar gehen. Aber das gute Stück wird auch mal auf reisen gehen, da will ich das nicht riskieren, dass sich die Schrauben durch Vibrationen losbröseln.
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