Autor Thema: Star Trek Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope  (Gelesen 348 mal)

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Offline Oxymoron

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Star Trek Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« am: 19. Juni 2018, 12:27:01 »
Wie ich bereits in einem Voyager Desktop Monitor Topic erwähnte habe ich begonnen am Medical Viewer aus Star Trek: The Next Generation zu arbeiten. Im Gegensatz zum Voyager Monitor ist das Prop wesentlich seltener und so gut wie nie im Vordergrund zu sehen gewesen. Dh gestaltete sich auch die Suche nach Referenzmaterial sehr schwierig. Ich hatte also hier die Gelegenheit etwas kreativer zu sein als beim Monitor. In engen Grenzen natürlich, denn ich wollte nach wie vor so Genau wie möglich sein.



In einem US-Forum wurde dann ein Teile des Props als ein „Micro Fiche Reader“ identifiziert. Diesen beschaffte ich mir wieder aus den US und A. Nachdem der „Sharper Image Slide Viewer“ bei mir ankam wurde dieser erstmal zerlegt und begutachtet. Dabei stellte ich fest, dass nur ein geringer Teil der Komponenten für das eigentliche Prop verwendet wurde. Letztlich findet sich im Original nur der „Bildschirm“ auf dem die Mikrofichefilme projiziert wurden wieder. Genauer auch nur der Rahmen samt Scharnier (der Screen ist kippbar), da für den Medical Viewer ja später wieder ein LCARS-Display mit passender Grafik zu Einsatz kommen wird.

Weil ich kein besonders guter 3D-Zeichner bin habe ich mich entschieden ein Urmodell aus Holz zu bauen. Basierend auf den Maßen des Slide Viewers und der Sichtung einiger Referenzbilder habe ich erstmal eine Risszeichnung angefertigt.

Das Urmodell besteht aus zwei Teilen. Dem Basisteil und dem Bildschirmteil. Ich habe die Teile nur grob verschliffen und grundiert. Ursprünglich plante ich beide Teile als Formen um die Gehäuseteile aus Kunststoff tief zu ziehen. Ich hatte gehofft die beiden Gehäuseteile „ganz simpel“ aus jeweils einer Platte ABS oder PS mit Vakuum tief zu ziehen um ein sauberes Ergebnis zu erzielen. Zuerst musste ich eine Relativ grosse Tiefziehkiste bauen um die grossen Teile zu formen und dann ergab sich nich das Problem der Erwärmung… In einen normalen Ofen hätten die grossen Platten nicht gepasst.
Deswegen entschied ich mich nur den Basisteil des Props als Vakuum-Formteil herzustellen da es etwas kleiner ist als der das Bildschirmgehäuse. Für den Bildschirmteil muss ich mir etwas anderes einfallen lassen.











Nachdem ich viel probiert und 4 Platten versaut hatte konnte ich wenigstens 2 brauchbare tiefgezogene Gehäuseteile der Basis herstellen. Erwärmt habe ich diese mit etwas Improvisation auf einem Ceranfeld unter Hilfe eines Heissluftfönes Es hatten sich leider ein paar unsaubere Stellen gebildet aber nix was nicht mit etwas Spachtel und viel Schleiferei zu beheben gewesen wäre. Weil ich jetzt zwei Gehäuseteile hatte ersteigerte ich bei ebay.com kurzerhand noch einen weiteren Slide Viewer um später zwei Medical Viewer zu bauen.



Der nächste Schritt bestand darin einen Rahmen zu bauen der das Gehäuseteil stabilisiert sowie um den Bildschirmteil stützen zu können. Dieser soll später rotierend gelagert sein um ihn, wie beim Original Prop, nach links und rechts drehen zu können. Die beiden Teile werden dann später mit einem Stück PVC-Rohr verbunden um den Bildschirm drehen zu können. Im Basisrahmen wird dann auch die Elektronik und der Stromanschluss/Akku untergebracht. In der Zwischenzeit habe ich die drei „Taster“ vorn im Basisteil aus 3mm hochglänzenden Acryl gebaut. Ausgeschnitten, versäubert und dann mit Hilfe des Heissluftfönes am Urmodell gebogen. Ausserdem habe ich die entsprechenden Ausschnitte in den Basisgehäusen angefertigt. zum Schluss habe ich die Taster und Ausschnitte etwas angepasst. Unter dem mittleren rechteckigen Taster soll dann später der Druckschalter für die Aktivierung der LCARS-Beleuchtung sitzen. Die übrigen beiden Taster an den Seiten werden keine Funktion haben.



Der Medical Viewer kann später via Netzteil oder mit einem 12V Akku betrieben werden. Beide Anschlüsse werden in ein kleines Akkufach am Boden integriert. Wie oben bereits erwähnt werde ich zwei Viewer bauen. Eine spätere Version die in Staffel 7 und ganz kurz in ST7 zu sehen war sowie eine Version aus der 3. Staffel. Die Versionen unterscheiden sich im Groben im Farbmuster und durch ein zusätzliches Display im Basisteil des Staffel-3 Viewer. Die Bildschirmdisplays werde ich mit je zwei 22x12cm LED Panels (7000LM, 6000K) beleuchten. Die sind einfach super geeignet für die LCARS-Display Flächen. Dadurch spare ich mir ausserdem den Lötaufwand den ich beim Voyager Viewer hatte. Das kleine Display in der Staffel-3 Version realisiere ich mit zwei einfachen Stripes.





Wie beim Voyager-Viewer werde ich die LCARS Layouts mit mehreren Schichten bedruckbarer Folie herstellen. Das hat sich bewährt, ist Lichtdicht und ergibt ein sauberes Ergebnis.
Weil ich keinen klaren Screenshot des kleineren Display habe werde ich eines improvisieren. Das grosse Display habe ich bei http://www.lcars.org.uk  gefunden.

Da ich das Gehäuse des Bildschirmteils nicht Vakuumformen kann und werde muss das Ganze konventionell gebaut werden. Ich werde einen Rahmen aus Holz fertigen und an diesem eine Aussenhaut aus ABS oder PS als Gehäuse befestigen. Am Boden kommt das Lager für das PVC Rohr. Am Ende soll der Bildschirm ca 45 Grad in jede Richtung drehbar sein. Die Slide-Viewer Mattscheibe wird dann an dem Scharnier im Gehäuse fixiert werden.

Zwischenzeitlich habe ich mir bei einem Retro-Software Store eine Version der Interaktiven Enzyklopädie und digitalen Version der "Technik der USS Enterprise" beschafft. Wie sich rausstellt ist der Medical Viewer ein "Electron Microscope bzw. ein Specimen Viewer.
Gut zu wissen!







Das ist der Stand bis jetzt - es geht dann bald weiter!

MfG Oxy

Online propdoc

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Re: Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« Antwort #1 am: 19. Juni 2018, 13:19:05 »
Sehr geil! :respekt:
Cheers! Thomas

Offline urban warrior

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Re: Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« Antwort #2 am: 19. Juni 2018, 13:49:03 »
Stark!

Ich hatte mal nach dem Mikroskop gesucht, welches auf der Krankenstation der Voyager Verwendung findet ... ein Vision Engineering Mantis, welches aufgrund seiner damals recht futuristischen Form nahezu unverändert Einzug in die Serie fand ... die Dinger sind leider sauteuer ...
Cheers, Martin
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Offline Oxymoron

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Re: Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« Antwort #3 am: 19. Juni 2018, 20:00:01 »
Ja das ist oft so. In TNG wurde auch oft ein Häma-Analyse Gerät aus der Veterinärmedizin verwendet. Für diverse Requisiten. Ua auch als medizinische Station.

Damit liebäugle ich auch. Kosten allerdings auch noch rund 150€ bis 200€.

Das grösste Problem ist immer der Versand aus den USA. Entweder nicht möglich oder extrem teuer.

Offline Oxymoron

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Re: Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« Antwort #4 am: 21. Juni 2018, 12:16:53 »
Heute komme ich gleich mal mit dem fast aktuellen Stand um die Ecke. Tatsächlich bin ich schon ein Stück weiter. Ich komme nur mit der Dokumentation nicht so hinterher.
Hier kann man mal einen Blick auf den Rahmen der Viewer-Base mit dem kleinen Display vorn werfen.





Oben sieht man das Eingesetzte PVC Rohr und vorn die beiden LED-Stripes. Das Vakuum-geformte ABS Gehäuse wird dann „übergestülpt“ und verklebt.

Offline Galactican

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Re: Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« Antwort #5 am: 21. Juni 2018, 12:42:41 »
Klasse! :)

Offline Oxymoron

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Re: Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« Antwort #6 am: 26. Juni 2018, 17:53:59 »
Die Vakuumteile habe ich auf die Rahmen geklebt. Dazu habe ich JB Weld benutzt. Die Qualität der Oberfläche ist mir leider nicht so gut gelungen. Teilweise wellig und vergleichbar mit einer „Orangenhaut“. Vermutlich durch ungleichmässige Erwärmung. Ich war leider gezwungen mal wieder viel zu spachteln und zu schleifen.





Innen habe ich nachträglich noch ein „Fach“ eingeklebt. Da kommt dann am Ende eine Art Scheibe (im weitesten Sinne evtl eine Diskette oder weils ja ein Mikroskop sein soll der Objektträger) rein. Sieht man oben auch. Auf die Idee bin ich erst gekommen als ich die Screenshots von der „Technik der Enterprise“ gemacht habe. Das Fach ist innen bereits schwarz lackiert, aber der Fachboden fehlt noch.



Jetzt gehts ans Grundieren mit Filler um die letzten Fehlerchen zu korrigieren.

Ich habe auch noch etwas „recherchiert“ und auch auf der virtuellen Enterprise vom Projekt „Stage 9“ findet sich der Viewer.





 Die Grafik und die Proportionen sind nicht ganz korrekt aber der Detailreichtum des Ganzen ist wirklich Wahnsinn.



Tolles Projekt. Für alle die es nicht kennen: Unbedingt anschauen, downloaden und im Besten Falle spenden.

https://stage-9.co.uk

MfG Oxy

Offline Oxymoron

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Re: Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« Antwort #7 am: 04. Juli 2018, 13:47:08 »
So sehen sie Base-Teile nun grundiert aus. Ich musste bestimmt 20 mal nacharbeiten (das was ich durch die Vakuum-Formteile eigtl vermeiden wollte) aber nun bin ich relativ zufrieden. Insbesondere die Seiten sind nicht 100%ig eben aber gut nun.





Die Bodenplatte ist soweit auch fertig.







Die ist einfach aus 4mm Schichtholz Buche. Sieht man später nicht. Ist bereits anthrazit lackiert. Darin ist ein Ausschnitt für das Akkufach. Das habe ich zwischen zwei Vierkanthölzer geklebt. In dem Fach ist sowohl die 3,5mm Buchse für den DC Anschluss als auch ein Kabel mit Tamiya Stecker.



Konzipiert ist das Fach und auch die Stromaufnahme für die beiden grossen Panels eher für einen kompakten LiPo Akku. Ich habe zum testen nur einen etwas schwachen NiCd Akku. Ausserdem habe ich den Schalter zum Umschalten zwischen den Spannungsquellen in die Platte eingebaut. Später kommen noch Antirutsch-Pads. Vorn habe ich einen kompakten Druckschalter eingelötet. Der sitzt dann später unter einem der Taster im Gehäuse.
Und ein erstes Lebenszeichen:



Beleuchtungstest mit dem kleinen LCARS Display. Wie beim Voyager Viewer wieder mit „Blackscreen“-Effekt im ausgeschalteten Zustand durch getöntes Acrylglas + Tönungsfolie:





MfG Oxy

Offline Oxymoron

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Re: Next Generation Medical Viewer / Electron Microscope
« Antwort #8 am: 11. Juli 2018, 16:34:50 »
Da die Base soweit bis zum Lackieren fertig und auch am Boden nicht mehr viel zu machen ist habe ich mich die Tage mal an das Monitorgehäuse gemacht. Der Plan ist ein Rahmen aus Holz, ein Boden samt Aufnahme für die drehbare Lagerung aus Aluminium und eine Aussenhaut aus ABS- und Polystyrolplatten.
Die seitlichen Rahmenteile habe ich bereits aus einem Rest 16mm Schichtholz ausgesägt…





…und die auch die seitlichen Gehäuseplatten habe ich aus ABS ausgeschnitten und versäubert:



Der Boden inkl. Lager aus Aluminium wird industriell hergestellt. Die CAD-Zeichnungen habe ich bereits fertig und weitergeleitet. Maschinell deswegen weil ich die Lagerung so präzise und stabil wie möglich haben will. Das Teil besteht aus zwei Platten. Wie das Ganze dann funktionieren soll zeige ich später.



MfG Oxy