Autor Thema:  Doc's Tanker  (Gelesen 1358 mal)

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Offline The Doctor

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Doc's Tanker
« am: 08. März 2019, 22:41:52 »
Hallo Kollegen,

kürzlich habe ich "Gravity" gesehen und da war er auf einmal da, mein Beitrag für den Phoxim Konvoi. Sandra Bullock wurstelt sich in dem Film auf ihrem hürdenreichen Weg nach hause ja durch diverse Soyuzkapseln und da dachte ich daran, dass ich den alten (ziemlich schlecht detaillierten) Bausatz von Heller noch mehrfach rumliegen habe. Den habe ich vor einigen Jahren mal für ca-1-2 € pro Stück geschossen um ihn auszuschlachten.





Die Idee ist, einen Tanker mit Doppelrumpf daraus zusammenzustellen. Der Tanker vom "Chef" soll schließlich ein bisschen Konkurrenz haben, damit die Spritpreise nicht monopolbedingt in den Himmel ins Weltall schießen. Dazu braucht es noch einen passenden Mittelteil und da habe ich in der Grabbelkiste noch ein verstaubtes altes Revell Minimodell gefunden, das sich perfekt eignet. Es handelt sich dabei um dieses Teil, welches ebenfalls nicht besonders detailliert ist und außerdem aus einem elendig spröden Kunststoff besteht.





Hier mal ein Eindruck, was mir so vorschwebt. Das gesamte Schiff wird wohl mal etwa 13-14 cm lang werden, beim vorgegebenen Maßstab von 1:2500 also ca. 350 m.







Was ich noch brauche, ist eine Brücke, die oben über die beiden seitlichen "Tonnen" hinausragt, denn man will ja schließlich ein wenig Überblick haben. Da schwebt mir etwas vor, was an Tankschiffe oder Containerschiffe, wie man sie von unseren irdischen Meeren kennt erinnert. Mal sehen, was sich findet.

The Doctor
« Letzte Änderung: 08. März 2019, 22:47:53 von The Doctor »

Offline joeydee

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #1 am: 11. März 2019, 09:54:05 »
Prima  :thumbup: Schöne Ausgangsbasis!
Gruß
Jochen

Offline The Doctor

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #2 am: 11. März 2019, 22:49:44 »
Danke Jochen!

Hier ist es am Wochenende ein gutes Stück vorangegangen.
Zunächst einmal habe ich einen passenden Anschluss der Soyuzteile an die Triebwerke der Radiant VII gesucht und Schlitze in erstere geschnitten, die eine Anpassung der derselben an die Triebwerkssektion ermöglichen.





Dann habe ich mein "Brückenproblem gelöst. Ich habe einen weiteren Revell Minibausatz ausgeschlachtet, der ebenfalls zusammengesteckt in der Restekiste lag, nämlich das C-9979 Trade Federation Droid Landing Ship oder wie der Kutter auch immer heißt. Ihr kennt das Ding bestimmt. Falls nicht, Guckst Du hier: http://www.phoxim.de/e1minimodels/e1minimodels.html.
Den "Hals" habe ich etwas schmaler geschliffen und auf den Kopf gestellt und am Rest ordentlich was abgesägt. Der "Nacken" der Radiant wurde mit Sheet etwas aufgefüttert und dann alles entsprechend angepasst. "Greebliesiert" wird dann später.
Die hinteren Tonnen mussten innen etwas angeschliffen werden, damit sie auch genau vor die äußeren Triebwerke passen und schön parallel in Flugrichtung stehen.
Die breiten Schlitze, in die die Teile für die Solarzellen bei den Raumkapseln kommen mussten ohnehin verschlossen werden und so kam ich auf die Idee, den Tanker etwas multifunktionaler auszulegen und ihm auf jeder Seite außen zwei Hangars für kleinere Schiffe der Größenklasse von A-, X-, Y- oder B-Wings oder auch Vipers oder ähnlichem  zu verpassen. Da ich keine Innenausstattungsorgie veranstalten will, bleiben die Hangartore bei allen vier Hangars geschlossen. Auf den Bildern sieht man die beiden hinteren Hangaranbauten bereits in Position (über der  6 auf dem Lineal), an den ebenfalls schon mal verklebten vorderen beiden Rumpfteilen erkennt man noch die Schlitze (über der 8 und 9).
Ach ja, und ich habe es noch erwähnt, dass der Revellkunststoff so dämlich spröde ist. Das Heck der Radiant war etwas verzogen und ich wollte es geradebiegen. Es kam, wie es kommen musste, das doofe Teil ist gebrochen. Man sieht die Bruchstelle noch deutlich, aber wenn das erst mal nachgearbeitet, lackiert und gealtert ist, bleibt davon nix übrig.
Und so sieht nun der aktuelle Zwischenstand aus:









Ich habe jede Menge Ideen, wie es weitergehen soll, aber jetzt ist erstmal eine prall gefüllte Arbeitswoche zu bewältigen nebst Geburtstag der besseren Hälfte. Es geht aber sicher bald weiter, wo ich gerade einen so schönen Lauf habe.  :) :) :)

The Doctor
« Letzte Änderung: 11. März 2019, 22:58:00 von The Doctor »

Offline amasis69

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #3 am: 12. März 2019, 00:52:15 »
Ah! Noch ein Mitflieger. Sieht schonmal super aus!

Offline Bernie

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #4 am: 12. März 2019, 08:14:54 »
Ein schlichtes aber sehr überzeugendes Design :thumbup:
§ 328 StGB.:
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.

Offline The Doctor

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #5 am: 18. März 2019, 21:41:15 »
So, hier geht es ein bisschen weiter. Aus oben genannten Gründen langsamer als gewünscht, aber von jetzt an ist mehr Zeit und ich denke bis zum kommenden Wochenende ist der Vogel soweit, dass ich ans Lackieren kann.

Was hat sich getan?

Ich habe das Loch für die Aufnahme des Stabes für das Display angebracht, einige Stellen bereits detailliert und insbesondere die Triebwerke fertiggestellt. Schließlich soll das ja mal ein schnelles Versorgungsschiff werden, das mit allen Flottenschiffen mithalten kann, also müssen mehr PS her, als die lahmen Maschinen der Radiant geboten haben.
Aber Bilder sagen mehr als Worte und deshalb:









Ein paar Vorarbeiten zu den nächsten Bauschritten sind auch noch gelaufen, aber dafür lohnen sich keine Bilder. Das seht Ihr dann beim nächsten Update, wenn das Schiff hoffentlich bis auf die Farbe weitgehend fertig ist.

The Doctor

Offline joeydee

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #6 am: 20. März 2019, 10:32:29 »
Der Antrieb passt sehr gut  :thumbup:
(wenn ich da so zuschaue, muss ich so langsam mal an meine Frachter gehen :pfeif:)
Gruß
Jochen

Offline The Doctor

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #7 am: 17. April 2019, 09:50:34 »
Puh, lange hat's gedauert, aber das Leben ist etwas mit mir Schlitten gefahren. Erst war in der Arbeit viel los und da hat es zwar zum Basteln, aber nicht zum Schreiben gelangt :0 - die Priorität liegt auf der Hand :angel:.  Dann war ich gerade noch dienstlich 9 Tage in Frankreich und da ging gar nix. Aber jetzt das überfällige Update.

Bis auf die Kommunikationsanlage auf dem hinteren Turm, die ich wegen der Burchgefahr erst nach der vollständigen Lackierung installieren werde, ist der Bau fertig. Die Detailsets von Kotobukya haben mir hier besonders gut Dienste geleistet. Die Idee ist, dass die Hangarsektionen mit der Brückensektion durch Tunnels verbunden sind, die es ermöglichen die beiden Tank und Hangarsektionen im Notfall abzusprengen und der Crew im Kernbereich des Schiffes mehr Sicherheit zu bieten. Dazu sind Schleusen eingebaut, die im Notfall die Bereiche sofort isolieren können. Das ist der Zweck der Konstruktion, die vor dem Brückenturm die großen Seitenrümpfe verbindet.

Hier die  Bilder des Rohbaus:



























Nebenbei habe ich schon mal einen Farbtest durchgeführt, damit ich entscheiden kann, welche Farbtöne für die farblich abgesetzten Panels in Frage kommen (rein oder mit der Grundfarbe gemischt). DieGrundfarbe ist RAL 7025, ein fast weißes grau. Ich benutze gerne Humbrol H 147 (matt), welches bei guter Deckung ausgezeichnete Fließeigenschaften hat und kaum Pinselstriche sichtbar lässt. Das ist wichtig, da die Lackierung weitestgehend mit dem Pinsel erfolgen wird, weil die Airbrush mein bester Freund nicht ist :-\.
Wenn Die Grundfarbe drauf ist, sehe ich auch wo noch gespachtelt oder nachdetailliert werden muss.





Bald geht es weiter...
« Letzte Änderung: 17. April 2019, 09:54:57 von The Doctor »

Offline The Doctor

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #8 am: 23. April 2019, 09:01:18 »
So, die Grundlackierung steht und ein paar kleinere Korrekturen wurden auch vorgenommen - hier ein Detail, da etwas spachteln, kennt Ihr ja. Jetzt geht es ans Paneling. Hier der Zwischenstand.











Fortsetzung folgt...

Offline Jenny

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #9 am: 26. April 2019, 19:12:39 »
Ich bleibe gespannt weiter dabei.
Starbuck : "Ich bin gespannt, wie das bei Tageslicht aussieht."
Boomer : "Hey, das hier IST das Tageslicht."
http://youtu.be/bbkCR7Xj5Co

Offline The Doctor

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #10 am: 30. April 2019, 16:59:30 »
Es geht voran, wenn auch etwas mühsam, denn für das Panelling ist ein Haufen Abklebearbeit nötig. Damit die abgesetzten Bleche farblich nicht zu eintönig werden, variiere ich immer mal wieder die Farbmischung und mache auch nicht einen Bereich des Modells auf einen Rutsch fertig. Das zieht sich und wieviel davon man später nach dem Weathering noch sieht, wird sich zeigen.
Die Masken verwende ich mehrfach, so wiederholen sich manche Formen, was das Ganze etwas mehr aus einem Guss erscheien lässt.
Die Bereiche um die Hangars habe ich deutlich strukturierter gestaltet (keine wilden Panels, sondern v. a. Streifen und farbliche Abhebungen, die mit der hier deutlich stärkeren Detaillierung zusammenspielen). Das gibt dem Schiff eine bessere optische Gliederung, nur mit Panels würde es zu "wild".
Wie bereits erwähnt, passiert das alles mit dem Pinsel.

Hier ein paar Bilder aus unterschiedlichen Phasen dieses Prozesses.











Wie man auf der folgenden stark vergrößernden Makroaufnahme gut sehen kann, bilden sich am Rand der Farbflächen wegen des Maskingtapes mehr oder weniger starke Grate. Diese werde ich später mit dem Skalpell entfernen. Mit einer frischen Klinge, viel Gefühl und in sehr flachem Winkel ohne Druck arbeitend geht das sehr gut. Bei ein paar Panels habe ich das hier schon vorab gemacht, damit man sehen kann wie das später mal wird.
Auch nicht ganz gerade Kanten lassen sich durch Schaben mit dem Skalpell und/oder Nacharbeiten mit der Grundfarbe korrigieren. Die in die Farbe eingeschlossenen Staubflusen lassen sich mit sehr feinem Schleifpapier ebenfalls gut entfernen. Kommt auch später.





Jetzt werde ich erstmal weiter maskieren und malen und maskieren und malen und maskieren und... Ihr habt's verstanden.  :smiler6:
« Letzte Änderung: 30. April 2019, 17:08:17 von The Doctor »

Offline joeydee

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #11 am: 30. April 2019, 19:21:03 »
Sehr feine Arbeit!  :thumbup:
Gruß
Jochen

Offline Wabie

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #12 am: 30. April 2019, 19:28:09 »
Da schließe ich mich Jochen an  :thumbup:
MfG Stefan     

Offline amasis69

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #13 am: 03. Mai 2019, 01:14:37 »
Das ist ja Fizzel-Arbeit, aber es sieht klasse aus!

Offline The Doctor

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #14 am: 03. Mai 2019, 07:35:14 »
Stimmt, ist fummelig, aber bei dem Maßstab leider notwendig, sonst fehlt der "sense of scale".

The Doctor

Offline The Doctor

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #15 am: 17. Mai 2019, 23:01:05 »
So, jetzt wird der Baubericht hoffentlich zügig abgeschlossen. Was ist weiter passiert?

Das Panelling ist abgeschlossen. Es gibt zwar noch Unsauberkeiten, aber von denen wird man nach dem Weathering kaum noch was merken.
Den Soyuzbausätzen lagen Decalbögen bei, denen ich die gelben Streifen entnommen habe, die jetzt seitlich das Modell zieren. Ich wollte noch so eine Art Marking, das die Sektoren der Rümpfe optisch zusammenhält und gedacht sind die Dinger als eine Art Einflughilfe, falls die Sensoren mal ausgefallen sind und man manuell auf Sicht in den Hangar muss. So kann man sein Schiff leichter frühzeitig auf die Ebene der Hangartore ausrichten.
Leider waren die Decals sehr widerspenstig. Eins war so brüchig, dass es sich nur in Krümeln vom Träger schieben ließ und die anderen waren trotz Decalsofter etc. zumindest sehr empfindlich. Die Haftung war ebenfalls mau, sodass sich Teile beim (äußerst vorsichtigen) Aufbringen des Klarlacks, der sie eigentlich bei den weiteren Bemalungsprozessen schützen sollte, ablösten und - diesmal mit dem Klarlack als Kleber - wieder drangefummelt werden, bzw. Teilweise durch Reststücke ersetzt werden mussten. Boah, was'n Spaß!
:cussing:
Na ja, abkleben und lackieren als über die ganze Länge gleich breiter Sreifen wäre bei der Rumpfform extrem schwierig bis unmöglich geworden.
Nach einem Tag Wartezeit, damit der Klarlack auch schön durchtrocknet, habe ich dann mit dem Weathering begonnen. Dunkelgrauer Wash auf Acryl-Wasserbasis, antrocknen lassen, dann mit einem Waschbenzingetränkten aber nicht zu feuchten weichen Lappen (Watte geht auch) drüberrubbeln und den größten Teil des Washes wieder abtagen, sodass ein leichter Filter bleibt und die Vertiefungen etwas stärker betont werden. Ja und dabei hab ich es dann bemerkt...
Was, lest Ihr weiter unten, hier erstmal die Fotos.





Das Modell hat sich im Bereich der mit Mattlack behandelten Oberfläche irgenwie komisch angefasst, nicht wirklich pappig, aber auch nicht ganz koscher. Ich mach es kurz: Obwohl ich extra den Mattlack von Humbrol genommen habe, der sich mit den Farben aus demselben Haus eigentlich vertragen sollte, ist die Lackschicht nicht richtig durchgetrocknet und pappte eben doch. Dazu zog sie jeden Staubpartikel aus ganzen Raum geradezu magisch an und sah fast aus, als wolle sie zum Teppichboden mutieren. Vorsichtiges Entfernen der Flusen mit Waschbenzin und Lappen brachte nur temporär Besserung.   :-\
Ein paar Tage gewartet, damit der blöde Lack aushärtet und die Deadline für den Groupbuild zur Illusion werden sehen - keine Veränderung (außer bei meiner Stimmung).  :'(
Dann hatte ich die Schnauze voll. Ich war kurz davor den Hammer rauszuholen und aus dem Modell postmoderne Krümelkunst zu machen.  :motzki:
Ich habe das dann aber doch sein lassen und den Lack so weit als möglich mit Waschbenzin abgetragen, in der Hoffnung, die darunter liegenden Lackschichten nicht so zu beschädigen, dass nur noch komplettes Entlacken bleibt und zwei Wochen Arbeit damit über'n Jordan sind. Wäre das passiert wäre es vielleicht doch der Hammer geworden.
Es ist mir aber dann doch gelungen über den Decals genug Lack stehen zu lassen, dass die Doofis sich nicht wieder ablösen und die Schicht sonst ziemlich gründlich abzutragen ohne dass zuviele Panels dran glauben mussten, oder sich der Grundlack gewellt oder abgelöst hat.
Dann habe ich das Ding nochmal ein paar Tage besonders staubgeschützt stehen lassen, damit die Lackreste vielleicht doch noch soweit durchtrocknen, dass ich auch die Doppelrümpfe altern kann.

Bald geht es weiter...

Offline The Doctor

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Re: Doc's Tanker
« Antwort #16 am: 07. Juni 2019, 21:43:10 »
Hier nun ein paar Zeilen zum Weathering, wie ich es hier mal ausprobiert habe.
Bisher habe ich immer mit Terpentin eine dünne Brühe aus den Enamles angerührt, und damit einen Wash gemacht. Das hatte aber den Nachteil dass das Zeug die darunterliegende Lackschicht angreift und beschädigt, wenn man nicht schnell macht, den Überschuss runterzuwischen. Folge: Stress pur. Außerdem neigt diese Methode dazu, harte Ränder zu produzieren, da beim Trocknen ein paar Pigmente nauch außen wandern, was einen schönen Schatteneffekt verhindert und beim Nachputzen mit Lösemittel greift man den geschwächten Lack noch weiter an.
Deshalb diesmal ein Produkt auf Wasserbasis für den Wash. Das greift den Lack darunter nicht an und sollte ohne Zeitstress zu verarbeiten sein. Hat zum Teil geklappt. Auf den folgenden Beispielbildern ist der hintere Teil der seitlichen Rümpfe dran.

Eingepinselt:





Vorderer Rumpfteil mit Waschbenzin und Lappen /Watte gereinigt, wobei sich die Pigmente schön in die Vertiefungen schieben. Der Grundlack ist nicht lange genug mit dem Waschbenzin, welches ja schnell verdunstet, in Kontakt um groß zu leiden. Hinterer Rumpfteil zum Vergleich unverändert.





Hier umgekehrt: Vorne ist der Wash noch unbehandelt, hinten mit Waschbenzin teilweise wieder abgetragen.





Nebenher habe ich die Sendeanlage fertiggemacht, die auf den hinteren Turm kommen soll (modifiziertes Teil aus den Radiantbausatz, der weiter oben abgebildet ist), oder das zumindest versucht, denn der Wash auf Wasserbasis, den ich verwendet habe ist echt schräg. Trägt man ihn auf, läuft er ganz gut in die Vertiefungen, wie hier die Schale der Sendeschüssel. Trocknet er aber, wandern praktisch alle Pigmente nach außen und man erhält das Gegenteil vom gewünschten Effekt. Die Vertiefungen sind hell und die erhabenen Stellen dunkel. Man sieht das auf dem zweiten Bild ganz gut.
Das ist echt doof, denn ein Pinwash, also gezielt die Vertiefungen abdunkeln ist damit unmöglich. Ich dachte erst: "Vielleicht verträgt sich dieses spezielle Produkt nicht mit Enamels.", aber bei einem Versuch auf wasserbasieren Acrylfarben war das Ergebnis auch nicht anders. Na ja. Fehlkauf. Ein anderes wasserbasiertes Produkt funktioniert besser. Von diesem zweiten Versuch habe ich aber keine Fotos.

Das Ding ist winzig...





Hier mit dem ausgetrockneten "Negativeffektwash"...





Was jetzt noch aussteht, ist einzelne Stellen farblich abweichend zu altern, denn das ist so alles noch zu gleichmäßig, um realistisch zu wirken. Hier werde ich mit Nuln Oil und Devlan Mud von Games Workshop arbeiten und einige Stellen werden noch mit dezenten Rosttönen bearbeitet. Auch blankes Metall wind vereinzelt an Kanten etc. aufgetragen, teilweise im Drybrushverfahren. Für die Hangartore hat sich Tamiya Smoke super bewährt, das wie gewünscht in die Vertiefungen läuft und diese stärker betont.
Dann das Ganze noch, wo nötig, mit einem sehr dezenten Drybrushing mit dem Grundfarbton etwas abmildern und homogenisieren und die Triebwerke mit polierbarer Metallfarbe kolorieren und das Ganze ist so gut wie fertig.
Vielleich komment noch ein paar Aufreibestencils drauf, so für den Schiffsnamen oder so (wird unleserlich sein...) und dann ruht die Kiste ein paar Wochen zum durchtrocknen, bis der Schutzlack draufkommt.
Davon kommen die Bilder dann bald, aber jetzt geht es erstmal eine Woche in den Urlaub...

The Doctor