Autor Thema: Anime & Mecha Dorvack 1:24 PAM-72PD "Krembo Halo" Powered Armor Suit mit R8 “King Crab” Klaue  (Gelesen 223 mal)

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Offline dizzyfugu

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Dorvack +++ 1:24 PAM-72PD "Krembo Halo" powered armor suit with R8 “King Crab” battle claw (Whif/modified Aoshima kit)
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Hin und wieder verspüre ich den Drang, eines der Dorvack-PA-Kits vom Stapel zu nehmen - und es war einmal wieder Zeit, dem Trieb zu erliegen. Es ist ein Umbau, geworden, auf der Basis eines PAM-74 aus einem der 2008er Aoshima Twin Combo Kits.
Obwohl die Dorvack PAs eher einfache Bausätze sind, benötigen sie etwas Geschick, da die Teile nicht so gut passen. Man muss jedoch bedenken, dass die Formen in den frühen 80ern als Merchandising-Schnellschuss für eine neue "Real Robot" TV-Serie entstanden sind, die damals in Japan der letzte Schrei waren, auch wenn die Serie irgendwann floppte. Die Designs sind übrigens älter als die Ma.K./ZbV3000/Maschinenkrieger-Sachen von Yokoyama Kow, die sie tatsächlich inspiriert haben!

Diesmal wollte ich jedoch nicht das PA OOB bauen, sondern mit Hilfe einiger Zubehörpakete von Kotobukiyas "Gunpla Builders"-Serie eine persönliche Variante erstellen. Diese Sets sind ziemlich vielseitig, sehr gut geformt und für Custom-Mecha-Kits gedacht. Die Teile können jedoch auch in anderen Projekten Verwendung finden - nicht nur in Mecha, so sind letztens  zwei Tiltrotor-Packs für Gundam-Mecha in ein Vintoplan-Kitbashing geflossen.


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Tatsächlich habe ich Teile aus zwei verschiedenen Sets für den Umbau verwendet. Ein Set enthält Triebwerkspakete und Kampfklauen mit drei Klingenfingern (erinnert an die Klauen des Gundam MSM-07 Zugock) im Maßstab 1: 144. Letzteres habe ich verwendet, um eine der Hände des PA als Nahkampfwaffe zu ersetzen, da dem ursprünglichen PAM-74 eine separate, leere rechte Hand fehlt. Man kann im Set sogar zwischen zwei verschiedenen Klingendesigns (rund und quadratisch) für die Klaue wählen, und es enthält ferner verschiedene Adapter, so dass die neue Kampfhand problemlos an verschiedenen (Gundam) Kits befestigt werden kann. Ich musste allerdings meinen eigenen Adapter für den Handbefestigungspunkt des PA erstellen.
Das andere Set ist als Zubehör für 1:100 Frame Arms Mecha Modelle gedacht. Es enthält einen kastenförmigen Raketenwerfer mit einer zu öffnenden Abdeckung (und sechs Raketenköpfen darin) sowie eine Radarantenne. Ich habe tatsächlich zwei dieser Sets für ein Paar Trägerraketen auf den Schultern der PA verwendet, und die beiden Radome wurden dann aneinandergeklebt, um dem Teil mehr Tiefe zu geben (ist sonst nämlich von hinten hohl :( ).


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Das Modell und der (Um)Bau:
Meine Idee hinter diesem Umbau war ein Vorgänger der kanonischen PAM-74-Serie, von der zwei authentische Modelle verfügbar sind. Der Ur-PAM-74 scheint eine Artillerie-Unterstützungsvariante zu sein, die hauptsächlich mit Mini-Raketen ausgerüstet ist - vielen! Er trägt drei Mini-Raketenwerfer-Arrays auf den Schultern, die insgesamt 75 Schuss fassen, plus noch mehr in einem optionalen Hand-Twin-Launcher (was 105 Schuss ergibt). Die andere offizielle Version, der PAM-74AM, scheint ein Flugabwehrsystem zu sein, das sechs zusätzliche Raketen auf dem Rücken trägt, die zwischen den Standard-Mini-Raketenwerfern eingeklemmt sind. Zusätzlich ist der PAM-74AM mit einem Laser ausgerüstet sind, der die rechte Hand ersetzt.

Mein Ansatz war eine AA-Variante mit einer kleineren Anzahl größerer Raketen, und ich wollte erkennbare Sensoren zur Zielerfassung und Waffenführung hinzufügen. Das Kotobukiya Frame Arms Set war ein perfekter Ausgangspunkt für die AA-Ausrüstung, auch wegen der richtigen Größe der Teile! Die "Krabbenhand" aus dem Gundam-Set war eine späte konzeptionelle Ergänzung, da ich eine Lösung für die fehlende rechte Hand finden musste.


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Die Arbeiten an der PAM-74-Basis begannen wie gewohnt mit der Montage der Hauptkomponenten. Arme und Beine wurden OOB gebaut. Die Modifikation des Rumpfes waren umfangreicher. Als ersten Schritt fräste ich die dreieckigen "Wangen" auf beiden Seiten des Visiers weg und modifizierte den vertikalen, visuellen Sensorschlitz mit einer Linsenanordnung, die an die des PA-58N erinnert. Die neue Optik stammt aus einem PA-36K-Kit.
Dann mussten die ursprünglichen Raketenwerfer-Kästen, die Teil des Rumpfes sind, verschwinden, und ich musste eine Halterung für die neuen Startkästen und die Antennenschüssel erstellen, die zwischen ihnen platziert werden sollte. Dies stellte sich aber als schwieriger als erwartet heraus, da die Anschlüsse und Adapter des Kotobukiya-Sets zum limitierenden Faktor wurden und ich die neuen Teile ferner auch so platzieren wollte, dass sie beweglich und plausibel aussehen.

Nach mehreren Versuchen habe ich meine Ambitionen etwas gesenkt, da die Teile und der Platz nur erlaubten, dass die Raketenboxen quasi an den Schultern befestigt werden, so dass ich aus Platzgründen auch die ursprünglichen Schulterschützer weglassen musste - aber die neuen Werfer können sich frei zwischen einer horizontalen und einer fast vertikalen Position bewegen, und ihre Position am Rumpf sieht auch ganz plausibel aus. Die Schüsselantenne musste in einer festen, aufrechten Position montiert werden, anstatt für eine Marschkonfiguration faltbar zu sein. Trotzdem kann die Antenne selbst in zwei Achsen bewegt werden, so dass sie die Werfer in "Aktionsposen" ergänzen.


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Nachdem die Befestigungspunkte schließlich feststanden, wurde der gesamte hintere Rückenabschnitt mit Styrol-Sheet, 2K- und NC-Spachtel komplett neu geformt. Zuerst dachte ich über offenere mechanische Teile nach, entschied mich aber schließlich für einen glatten Rumpf, da alle neuen Teile gut aus dem PA-Rumpf herausragten. Das Ergebbis sieht in der Tat sehr gut aus, und ich könnte in Zukunft einen ähnlichen PAM-74-Umbau bauen, nur ohne die zusätzliche Ausstattung als normale "Fußsoldaten"-Variante?


Lackierung und Markierungen:
Die Lackierung ist fiktiv/persönlich und ein Design-Kompromiss zwischen den authentischen, teilweise sehr hellen und farbenfrohen Lackierungen der PAs aus der TV-Serie und dem Versuch, zumindest einen schwachen Tarneffekt zu erzielen. Ich wollte auch eine Art Retro-Stil, der zum Look and Feel der Serie passt, mit einem Hauch von "späten Siebzigern".
Dies mündere in eine braune Lackierung mit Humbrol 9, 10 und 41 (Tan, Service Brown und Ivory) als Grundfarben - diese sind eher dekorativ denn Tarnfarben, aber trotz ihrer Intensität denke ich, dass die Lackierung wahrscheinlich einen gewissen Grad an Tarnung in einer Wüstenumgebung hat? Die Bilder lassen dies vermuten.
Um etwas Kontrast zu erzeugen, habe ich der PA-Brust ein leuchtend orangefarbene Box hinzugefügt, und die Teile des Raketenwerfers wurden in Dunkelgrau (Humbrol 67) lackiert, das auch an den Fingern und den Klingen der Nahkampfhand/-klaue verwendet wurde.


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Nach der Grundlackierung der wichtigsten, halbfertigen Bauteile wurde alles mit einer verdünnten Mischung aus Schwarz und Dunkelbraun verwittert. Anschließend wurde das gesamte Kit trocken bemalt, um mehr visuelle Plastizität und einen abgenutzten Look zu erzielen, der dem Modell eine gewisse Ernsthaftigkeit verleiht - immerhin handelt es sich um eine militärische Ausrüstung!
Die Markierungen stammen von anderen Dorvack-PAs und dem OOB-Sheet (letztere vor allem für Warnhinweise etc.). Anschießend wurde eine letzte zusätzliche Trockenbürstensitzung durchgeführt. Nach dem Auftrag eines matten Acryllacks wurden Staub und Schmutz mit einem gelblichen Künstler-Mineralpigment-Mix erzeugt. Die Pigmente wurden trocken mit einem weichen Pinsel aufgetragen und teilweise auch mit Mattlack gemischt, um Schlammkrusten zu simulieren, insb. um die Füße. Abgesehen von den Witterungseinflüssen verbirgt dieser billige Trick auch einige Fehler im Finish. ;-)

Ein schneller Aufbau. Dank vieler PAM-74-Kits, die ich in der Vergangenheit gebaut und umgebaut wurden, konnten die meisten inhärenten Mängel vermieden werden. Der Bausatz selbst ging mit relativ geringen Problemen einher, das Ganze ist eine eher einfache Angelegenheit. Die Lackierung war mühsamer, da die glänzenden Humbrol-Lacke eine Ewigkeit brauchen, um zu trocknen - aber die auffälligen Farben haben sich gelohnt, meiner Meinung nach, das Ergebnis sieht ziemlich stimmig aus.
Mit all der neuen / zusätzlichen Ausrüstung sieht mein Umbau ein wenig kopflastig aus und die Klaue ist martial, aber die ganze Angelegenheit funktioniert insgesamt gut. Ich bin auch positiv überrascht, wie gut der PAM-74 tatsächlich aussieht, wenn alle ursprünglichen Raketenwerfer entfernt werden - eine Idee, die für einen zukünftigen Bau vorgesehen ist.