Autor Thema: Dorvack 1:24 PA-36G "Nove Attacker" mit Gatling-Kanone (Umbau, WiP)  (Gelesen 188 mal)

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Dorvack 1:24 PA-36G "Nove Attacker" mit Gatling-Kanone (Umbau, WiP)
« am: 22. Juni 2020, 10:19:29 »

Dorvack +++ 1:24 PA-36G "Nove Attacker" with a CW-18A Gatling gun and MM103 'Wrist Racate' launchers (Kit conversion)
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Weitere Bilder von fertigen Modell finden sich in der öffentlichen Galerie:



Das Modell, die Idee und der Zusammenbau:
Diese Dorvack-PA Rüstung ist fiktiv und wurde tatsächlich von einem Kotobukiya-Mecha-Waffenset aus der MSG-Reihe („Modelers Support Goods“) inspiriert, in diesem Fall eine tragbare Gatling-Kanone mit drei Läufen. Da die kanonischen PAs eine große Auswahl solcher durchaus schweren Waffen tragen, einschließlich einer ähnlichen, aber ziemlich klobigen Waffe, die mit dem Aoshima PA-58N „Halk“ -Kit aus dem Jahr 2008 („Gatling Smash“) geliefert wird, dachte ich, dass dies eine gute Kombination wäre?

Ich hatte ursprünglich vor, einen kleinen PA-58N mit dieser Waffe auszustatten, aber ich habe ihre Größe unterschätzt - und bin schließlich zu einem wesentlich massiveren PA-36 „Nove“ als Träger gewechselt. Beim Durchstöbern meiner Bausatz-Vorräte fand ich ein überschüssiges Aoshima PA-36K „Berlon“-Kit, eine „Hyper Dorvack“-Variante des Basis-PA-36 mit zusätzlichen Teilen. Auf dieser Grundlage wurde die Idee des PA-36G „Nove Attacker“ geboren: eine Art fehlendes Glied zwischen dem Standard-PA-36HD und dem leicht übertriebenen PA-36K mit seinen schweren Waffen und den zusätzlichen Armsegmenten.


Verlinkt von: https://store.beforward.jp


Daher wurde mein PA-36G zu einer etwas entschärften „Berlon“-Version. Die zusätzlichen Armsegmente wurden zusammen mit den vier daran befestigten Teilchenstrahlwaffen weggelassen. Ich habe jedoch die neuen Unterarmteile sowie die breiteren Unterschenkel übernommen, um das Modell massiver wirken zu lassen. Bei den neuen Unterschenkeln handelt es sich übrigens technisch gesehen um Gamaschen, die um die Originalschäfte herum angebracht werden. Dazu passend wurden auch die passenden, quadratischen Ersatzfüße übernommen.


Dorvack +++ 1:24 PA-36G "Nove Attacker" with a CW-18A Gatling gun and MM103 'Wrist Racate' launchers (Kit conversion) WiP
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Über diese Basis hinaus wurden zusätzliche Detailänderungen vorgenommen. Aus kosmetischen Gründen wurden die Luftschläuche, die offen über die rechte Schulter verlaufen, durch freistehende Kabel ersetzt - ein kleines Detail, das jedoch das Erscheinungsbild des Modells verbessert.
Anstatt die Lufteinlässe an den Schultern für die Jump Jets im Rücken zu öffnen (normalerweise sehr zu empfehlen), habe ich Teile der Schulterlaser des Berlon-Kits verwendet, um Staubfilter hinzuzufügen.
Die Düse für dem Jump Jet auf der Rückseite wurde mit einem Stück perforiertem Plastik bedeckt, das die hässliche Naht verbirgt, die quer durch diese Öffnung verläuft.
Die riesige „Sensormaske“ des Berlon wurde nur teilweise verwendet und die entsprechende Öffnung im Basis-Bausatz modifiziert, um die neue visuelle Sensoreinheit aufzunehmen. Unter diesem Gerät wurde ein Kabelstecker hinzugefügt, und ich fügte oben auf dem Rumpf eine verkleidete Leitung hinzu. Kleine Dinge, aber sie verändern das Aussehen des Standard-PA-36s.

Eine wesentliche Änderung war ein Experiment mit verdrehten Beinen. OOB haben alle PA-Bausätze eine ziemlich steife Haltung mit geraden Beinen. Daher habe ich versucht, eine dynamischere Haltung hinzubekommen, indem ich die Oberschenkel horizontal geschnitten und sie leicht nach außen gekippt wieder zusammengeklebt habe. Kein einfacher Stunt, auch mit viel Spachtelei verbunden.


Dorvack +++ 1:24 PA-36G "Nove Attacker" with a CW-18A Gatling gun and MM103 'Wrist Racate' launchers (Kit conversion) WiP
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Die Integration der Gatling-Waffe war ebenfalls nicht einfach – sie ist eigentlich für größere Mecha-Modelle gemacht, und nicht für einen so kompakten/plumpen Träger wie eine Dorvack-PA. Zuerst musste die Waffe mit den Händen des Modells verbunden werden; dabei hatte ich das Glück, geeignete Handspender aus anderen PA-36-Kits zu finden: eine geschlossene Hand mit Hohlraum, die perfekt über den Griff der Waffe passt, und eine andere, die einen stabilisierenden Griff hält. Und beide Spender-Hände konnten problemlos auf dem Modell montiert werden, so dass sie die große Waffe auf ziemlich natürliche Weise halten!

Eine weitere harte Nuss zum Knacken wurde der Munitionsvorrat der Waffe und die Zuführung. Natürlich kann man einem Mecha-Modell eine solche große Schusswaffe hinzufügen, aber was wäre das ohne ausreichende Munition, insbesondere bei einer Gatling-Waffe? Kotobukiyas MSG-Set enthält OOB leider nur einem kleinen Munitionsclip, der wahrscheinlich nur 5 Aufnahmen enthalten könnte - nicht überzeugend. Ich dachte eher über ein Bandzufuhrsystem nach und fragte mich bereits, wie ich es improvisieren sollte, als ich herausfand, dass Kotobukiya neben der Gatling-Kanone auch einen passenden flexiblen Munitionsgürtel mit einem Trommelmagazin anbietet.

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Ich entschied mich schließlich für diese bequeme Alternative, obwohl ich sie nochmals separat in Japan bestellen musste. Aber das Ergebnis spricht für sich, obwohl ich die massive Munitionstrommel (die ich nicht in oder auf dem bauchigen PA-36-Rumpf integrieren konnte) weggelassen habe und mich stattdessen für eine interne Magazinversorgung entschieden habe. Ein geeigneter Ort wäre eigentlich irgendwo auf der rechten Seite gewesen (wo die Gatling-Kanone gehalten wird), aber die Luftschläuche auf dieser Seite machten einen zusätzlichen Außenanschluss fragwürdig. Ferner erwies sich der Munitionsgürtel - obwohl er aus beweglichen Einzelelementen besteht – als nicht flexibel genug für eine praktische Verbindung auf der rechten Seite. Deshalb habe ich den Munitionsvorrat und die Zuführung zur Waffe schließlich auf der linken Seite des Rumpfes platziert - nicht 100% logisch, aber dies war die einzig mögliche Option. Für den Befestigungspunkt des Gürtels wurde die hintere linke Flanke hinter der Schulter der PAs modifiziert, wobei der OOB-Anschluss aus dem MSG-Set subtil integriert wurde. Der ganze Umbau sieht sehr natürlich aus!

Eine letzte Ergänzung waren die kleinen Raketenstartrohre „Wrist Racate“ am linken Unterarm - eine persönliche Erfindung, die bereits auf einer früheren meiner umgebauten Dorvack PAs installiert war. Diese bestehen aus einfachen quadratischen Polystyrol-Rohren, die mit AMM-1-Raketen aus einem Arii 1: 100 VF-1-Fighter-Kit befüllt sind.


Bemalung und Markierungen:
Dies war bereits sehr früh, noch vor Baubeginn geregelt. Wie oben erwähnt, wollte ich zunächst ein PA-58N-Kit für dieses Projekt verwenden und es in Rot und Schwarz lackieren, ähnlich wie beim OOB PA-36K „Berlon“, obwohl mit einem stumpferen Rotton.

Mit der Umstellung auf das PA-36-Kit wollte ich mich dann etwas mehr vom „Berlon“-Schema entfernen und wechselte von einem hellen Rot (fast wie RAL 3000) zu Weinrot (Humbrol 73), das später noch mit Humbrol 58 (Magenta) schattiert wurde, zu einem fast schon violetten Finish, das gut zur PA passt. Für die schwarzen Bereiche an den Beinen und am oberen Rumpf habe ich Revell 06 (Teerschwarz) verwendet, das kein reines Schwarz, sondern ein sehr dunkles Grau ist. Die Kugelgelenke wurden mit Eisenmetallic (Revell 91) lackiert und die Box unter der Brust wurde als Blickfang weiß - obwohl die massive Gatling-Kanone (dunkelgrau lackiert, Humbrol 67) die Sicht versperrt.

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Das Modell bzw. seine Komponenten wurden gründlich mit schwarzer Tusche gewaschen, obwohl dies aufgrund der eher gedämpften Farben und einiger starker Trockenbürsten für einen abgenutzten und schmutzigen Look schwer zu erkennen ist.

Markierungen / Abziehbilder stammen hauptsächlich aus dem Berlon-Kit. Ich habe aber die ursprünglichen weißen taktischen Codenummern durch gelbe ersetzt, um den Kontrast zum violetten Körper zu verbessern.

Nach einem abschließenden Überzug mit mattem Acryllack auf dem Rumpf und seidenmattem Lack auf den Metallteilen der Gelenke erhielt das Modell schließlich noch etwas mineralischen Pigmentstaub, insb. um die Beine und die unteren Bereiche herum.

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Dieser Umbau sieht letztlich subtil und einfach aus, aber die Integration der Kotobukiya Gatling-Waffe in die PA-36-Basis war keine leichte Aufgabe, insb. als Zweihand-Waffe und mit der Notwendigkeit, die Munitionsversorgung irgendwie und irgendwo zu installieren. Beides hat allerdings gut funktioniert und die Gatling-Waffe sieht in den Händen des PA-36 nicht übergroß aus - insb. mit seinen sperrigeren Berlon-Sonderteilen an Armen und Beinen.
Das Bein-Experiment war jedoch nur teilweise erfolgreich. Während die Haltung in eine dynamischere Haltung geändert wurde, fehlt den Hüftgelenken Platz für weitere Bewegungen, so dass die Modifikation nicht vollständig ausgenutzt werden kann. Zukünftige PA-Builds könnten dieses Konzept aber weiter nutzen bzw. ausloten.