Autor Thema: BSG TOS Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)  (Gelesen 18442 mal)

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Offline Galactican

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BSG TOS Re:Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #50 am: 20. Mai 2015, 20:10:56 »
Sechs Seiten sind schon gut gefüllt. Ich bin nun dabei, die Antriebssektionen aufzubrechen. Dabei muss sicher gestellt sein, dass die Flügel und die Finne eine stabile Basis haben, damit sie nicht wackeln oder abreißen. Da die Antriebssektionen aus Röhren bestehen, muss eine solche stabile Basis erst einmal geschaffen werden. Dazu habe ich die Zentralröhre in zwei Hälften aufgeteilt. Diese werden an ein gerades Mittelteil geklebt und der Flügel / die Finne wie ein Hütchen aufgesteckt. Hier eine Skizze zur Verdeutlichung:



Die Technik habe ich mir von Martin's Thunderfighter abgeguckt. ;)  8)

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #51 am: 05. Februar 2020, 21:11:51 »
So, nach langer Pause geht's hier endlich weiter. :)

Inziwschen haben sich einige Parameter geändert, Pepakura verträgt Texturen mit höherer Auflösung und die Panel-Linien stehen.

Die Viper ist eines der am besten dokumentierten Filmmodelle, was es mir ermöglichte, wie bei Andy Probert's Triangle Ship alle Greeblies so authentisch wie möglich nachzubauen:









Von Beginn an war vorgesehen, dass Baupläne in verschiedenen Maßstäben entstehen sollten: 1:48, 1:32 und 1:18. Mit jeder Maßstabserhöhung würde der Bausatz komplexer und detaillierter werden. Um nun ein Gefühl für den Bau zu bekommen und dabei nicht zuviel Material zu verbrauchen, entschied ich mich, mit der 1:48er Version anzufangen. Für diese Version vereinfachte ich die Krümmung der Nase und der Lufteinläufe sowie der Röhren auf der Y-Platte am Heck:









In der Zwischenzeit kam ich auch auf eine einfachere Montage der Flügel, die ich am kleinen Modell testen werde.

Den absoluten Knaller erfuhr ich bei der Finalisierung der Linien der Nase. An der linken Seite des prominentesten Hero-Modells gibt es ein Decal mit einem Text. Das wurde bislang bei jeder Modell-Viper übersehen (sehr wahrscheinlich, weil es so klein war). Die Auflösung auf meinem Referenzbild war zu gering, um zu erkennen, was darauf stand. Mein Bastelkumpel Chris (Tucker) fackelte nicht lange und fragte bei der Universal Hartland Gruppe auf Facebook nach. Es dauerte keine halbe Stunde, bis Chris Pappas (!) sich meldete und Licht ins Dunkel brachte. Er postete eine Nahaufnahme in Farbe, was mir ermöglichte, das Decal nachzubauen.

Hier kann man das Decal sehen:

https://www.byyourcommand.net/cylongallery/displayimage.php?album=169&pid=56381#top_display_media

Und so lautet der Text:



Nun denn. Die Teile wurden aufgefaltet und texturiert. Um den Aufwand bei einer Änderung zu minimieren, wurde auf eine Verwitterung zunächst verzichtet. Alles passt auf fünf A4-Seiten:


Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #52 am: 05. Februar 2020, 21:19:54 »
Benutzt wurde wieder einmal mein beliebtes 160-gsm-Papier, das ich für alle meine Bauten verwende.

Die Farben passten. Damit war die erste Hürde genommen. Nun lag es daran, zu kontrollieren, ob die Linien korrekt und nicht schief oder zu breit waren. Als erstes nahm ich mir das Cockpit vor.



Der Pilotenstuhl ist noch recht einfach:



In der Anfangsphase könnte er allerdings auch als Alien-Gebiss durchgehen!  :smiler6:









Die Seitenteile der Cockpitwanne sind da schon anspruchsvoller.



Der Unterboden:





















« Letzte Änderung: 05. Februar 2020, 21:27:45 von Galactican »

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #53 am: 05. Februar 2020, 21:26:09 »
Zu guter Letzt: Der Joystick.

Die Teile wurden direkt vom Thunderfighter-Interieur übernommen. In diesem Maßstab fand ich es allerdings eleganter, nur die vorderen Teile zu verwenden. Diese wurden auf 1 mm Pappe geklebt, ausgeschnitten und die Kanten und die Rückseite schwarz gefärbt.





Dadurch konnte ich auf die Rückenteile verzichten und den Bauplan um zwei Teile erleichtern. Daumen hoch!  :thumbup: :smiler6:



Die beiden Teile wurden zusammengeklebt und ins Cockpit integriert.















Phase 1 war damit abgeschlossen. Weiter geht's nun mit der Nase! :)

Offline Jenny

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Re:Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #54 am: 07. Februar 2020, 17:59:03 »
Ich freue mich schon auf weitere Bilder. Ein sehr schöner Start.
HGJ

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geschlafen .
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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #55 am: 07. Februar 2020, 18:49:39 »
Ich hoffe, ich werde dich nicht enttäuschen! ;) :)

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #56 am: 07. Februar 2020, 21:35:12 »
Die Nase muss gewissenhaft vorgeformt werden. Ich werde Markierungen hinzufügen, um die Arbeit zu erleichtern.













Dasselbe gilt für den Kegel im Innern der Nase.










Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #57 am: 07. Februar 2020, 21:39:05 »
Als nächstes werden die versenkten Strukturen hinter den Kanonen eingebaut. Dazu schneidet man die markierten Flächen an den Seiten der Nase aus:



Die Teile werden vorbereitet:











Fertig! :)

Offline dasRoy

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #58 am: 07. Februar 2020, 21:41:05 »
Ich bleibe dran .Das wird genial  ;) :thumbup: .

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #59 am: 07. Februar 2020, 22:02:30 »
DANKE! :)

Das Rückenteil der Nase besteht aus zwei Teilen:







Der Klebestreifen garantiert ein glattes Finish.





Auch hier werden die überflüssigen Teile erst dann weggeschnitten, wenn das Teil vollständig montiert ist. Mit intakten Flächen ist es nämlich stabiler.





Dann wird die Cockpit-Wanne eingeklebt.



Während der Montage fiel mir auf, dass die Wanne stark rauf und runter wackelte. Das Design wurde daraufhin geändert. Nun ist die Wanne unten glatt, die Stufe ist weg. Sie war ein Überbleibsel der originalen Konstruktion: Weil ich möglichst nah am Original bleiben wollte, modellierte ich die Wanne nach dem Cockpit-Mockup, das nur aus drei Wänden bestand und nicht mal einen Sitz hatte. Die Schauspieler oder Stand-Ins mussten sich auf den blanken Boden setzen und ihre Beine durch zwei Löcher in der Konstruktion stecken. Ich kopierte die originale Höhe und zog dann den vorderen Bereich herunter, um eine vollständig geschlossene Wanne zu bekommen, in der der Pilot seine Beine nicht durch Löcher stecken muss. Das führte zu der Stufe. Die neue Wanne reicht allerdings nicht bis zum Boden der Viper. Das hätte ich machen können, doch wäre das nicht realistisch gewesen (die Außenhülle hat ja auch eine gewisse Dicke und ich brauche noch ein wenig Spielraum für ein späteres Add-On - Stichwort: Schleudersitz ;) ). Vorläufig verhindert ein Stück Pappe das Wackeln.


Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #60 am: 07. Februar 2020, 22:29:42 »
Nun kommen wir zur zweiten größeren Herausforderung nach dem Joystick: Die Kanzel. Das Kit bietet zwei Optionen: Offene Streben mit Klarplastik-Verglasung oder vollflächig getönte Scheiben wie bei Martins Thunderfighter. Beide werden für die Konstruktion gebraucht, denn die Rahmenstreben der jeweils nicht gewählten Version werden auf die andere geklebt, um sie zu erhöhen. Sieht man sich nämlich die Kanzel der Originalminiatur genau an, erkennt man, dass sie ein wenig höher sitzt als der hintere Teil. Bei der 1:48-Version wird dieser Effekt über Schichtungen erreicht. Und so geht's:

Die Kanzel wird ausgeschnitten und als Vorlage für die Fenster aus Klarsichtfolie benutzt.



Auch hier wird die Kanzel vorgeformt, wenn sie noch intakt ist.



Dann wird sie wieder auseinandergefaltet und die Fenster werden ausgeschnitten. Dazu benutzt man ein gut geschärftes Messer. Man setzt an einer Spitze an und drückt es vorsichtig ins Papier. Dann bewegt man es ein wenig weiter und drückt erneut. Dies wiederholt man so lange, bis man etwa 2/3 der Strecke gemeistert hat. Dann dreht man das Bauteil um und beginnt, von der gegenüberliegenden Ecke zu schneiden, bis sich beide Schnittlinien treffen. Dadurch verhindert man, dass man versehentlich den Fensterrahmen durchschneidet. Das ringsherum getan und man kann die Fenster herauslösen.



Die Kanzel wird an den Kanten zusammengeklebt.



Mit einem Zahnstocher wird Kleber auf den Rahmen aufgetragen.



Eine Klarsichtteil nach dem anderen wird aufgeklebt.





Das Milchige ist der noch nicht abgebundene Kleber.

Nun nimmt man das andere Kanzelteil und extrahiert den Rahmen wie oben beschrieben.





Ein Rahmenteil nach dem anderen wird aufgeklebt.







Man kann den Effekt verstärken, indem man den Rahmen erneut ausdruckt und zusätzlich aufklebt. Man kann auch sehr dünne Papierstreifen dazu benutzen, die Lücken zwischen den Rahmenteilen zu schließen, aber das würde hier zuviel Zeit kosten. Bei einem Testbau geht es vor allen Dingen darum, zu erkennen, ob alle Teile passen und wo Nachbesserungsbedarf besteht.

Und für alle, die wissen wollen, wie filigran das Teil ist:



;)
« Letzte Änderung: 07. Februar 2020, 22:38:43 von Galactican »

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #61 am: 09. Februar 2020, 12:23:31 »
Bei der Probeanpassung fiel auf, dass die Klebelaschen den vorderen Teil der Nase zu stark auseinanderdrückten. Um ein glattes Finish zu erreichen, entschied ich mich dazu, die Laschen gegen einen Klebestreifen auszutauschen:







Front und Ende zusammen:



Mit einem Schaschlikspieß drückte ich die Laschen am Cockpit gegen die Oberseite.



Hier kann man gut den schrägen Verlauf der Oberkante erkennen. Die größeren Versionen haben eine dreiteilige Nase, bei der die leichte Krümmung zu sehen sein wird.





Installation des Kegels:





Von oben betrachtet sieht man einen kleinen Überstand, entstanden durch die Dicke der Klebelaschen. Dieser wird einfach abgeschnitten.



Formcheck bestanden. Die Kante wird später noch mit Dunklegrau angepinselt. :)



Weiter geht's mit dem Antriebsblock.











Vier kleine Kreise werden auf 1mm Pappe geklebt und installiert. Dabei ist es einfacher, den Kleber direkt auf die Markierungen des Blocks aufzutragen und dann mit einer Pinzette die Kreise aufzudrücken.








Offline Wabie

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #62 am: 09. Februar 2020, 12:39:36 »
Hammer Teil  :respekt:

Bleibe weiter gespannt dran  :)
MfG Stefan     

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #63 am: 09. Februar 2020, 15:31:12 »
:)

Detailarbeit:

















Wer mag, kann das Y-Stück natürlich noch weiter ausdekorieren. ;)

Offline Jenny

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #64 am: 10. Februar 2020, 08:01:01 »
Von der Idee, Entwicklung und Umsetzung
einfach genial.
Schön wenn ich diese kleinen Schnipselchen
sehe könnte ich schreiend um den Tisch laufen.
Ein Wow obendrauf für Deine Geduld.
 :thumbup: :respekt: :thumbup:
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Offline joeydee

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #65 am: 10. Februar 2020, 09:48:43 »
Anspruchsvolles Modell  :thumbup:
Bin zwar bei Papier kein großer Fan von Klebelaschen, aber alle Achtung, vor allem mit den vielen Details  :respekt:
Gruß
Jochen

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #66 am: 10. Februar 2020, 13:39:39 »
Danke! Toll, dass es euch gefällt. :)

Als ich die kleinen platten Röhren ausgeschnitten habe, die ihr auf meinem Zeigefinger sehen konntet, habe ich mir teilweise gedacht: "Warum hast du dir das nur angetan?" :smiler6:

Aber wer einmal angefangen hat, muss weitermachen!  :police:

So habe ich tatsächlich noch ein paar winzige Greeblies zum Bauplan hinzugefügt. Wenn schon Folter, dann aber richtig!  :evil6:

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #67 am: 10. Februar 2020, 21:54:13 »
Hier kommen die Finne und Flügel. Diese bestehen jeweils aus drei Teilen, einer hohlen Basis und zwei Platten. Die Basis ist oben und unten texturlos.





Die Platten sind texturiert und werden auf die Ober- und Unterseite geklebt.





Diese ungewöhnliche Konstruktion hat zwei Gründe: Erstens erhöht die Laminierung die Stabilität. Zweitens sieht man an der Kante der Flügel des Studio-Modells eine Stufe. Indem man nun die Platten zusätzlich auf einfaches Papier laminiert, erhöht man die Stabilität weiter und vergrößert die sichtbare Stufe.

Die Finne:







An der unteren Kante der Flügel und der Finne befinden sich zwei Ausstülpungen, die später bei der Positionierung auf den Antriebsröhren helfen.

Während ich mir überlegte, welche Teile ich als nächstes montieren würde, laminierte ich ein Plättchen auf 1mm Karton und klebte es auf die Nase. Am Original-Modell wurde diese Platte dazu benutzt, den Mounting-Punkt zu verstecken, auf den das Modell für die Filmaufnahmen gesteckt wurde.





Sie könnte ein wenig flacher sein, aber wie gesagt, ist alles nur ein Test. ;)
« Letzte Änderung: 10. Februar 2020, 21:58:05 von Galactican »

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #68 am: 11. Februar 2020, 23:40:56 »
Nächster Schritt: Die Kanonen.

Sie werden genau wie die Kanonen des alten Starfighter aus dem Thunderfighter-Add-On-Kit montiert. Der einzige Unterschied: Das Endstück ist massiver.





Der Streifen 44 wird um das Teil 43 gewickelt.





Die kleinen Klemmen werden aufgesetzt.



Dies ist das neue Endstück. Die Textur ist ein wenig Fantasy und muss noch überarbeitet werden.



Am Ende der Kappe hat das Originalmodell einen kleinen "Stengel". Das muss natürlich nachgebaut werden. Dazu wird der kleine Kreis 46 auf 1 mm Pappe geklebt und ausgeschnitten.





Ja, ich weiß, ich bin bekloppt!  :smiler6:





Aber so muss es sein!



Kleine Stellprobe mit allen Teilen, die bereits gebaut wurden:


Offline swordsman

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #69 am: 12. Februar 2020, 17:55:47 »
 :thumbup:
...Wahnsinn, ich sach ja, positiv bekloppt.... weiter so....  :pfeif:  ;)  8)
Gruß swordsman/ Sven

Offline Wanessa

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #70 am: 12. Februar 2020, 20:58:39 »
ich habe dir schon mal bei anderen arbeiten an kartonmodelle meine bewunderung und respekt geschrieben
aber hier bei dieser arbeit mit den ganzen detaillierung..........oooo mein gottttt karton  :o ne neee das könnte ich nicht bravo
bin gespannt auf weiteres  :-*  :respekt:  :respekt:  :respekt:  :thumbup:  :notworthy: :headbang:

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #71 am: 13. Februar 2020, 14:17:39 »
Danke dir, Wanessa! Ich habe mich so sehr gefreut, wieder mal etwas von dir zu hören. Ich hoffe, es geht dir gut. :)

Nun kommen wir zum Fahrgestell. Da die Originale aus vielen Röhren bestehen, die in dem Maßstab sehr schwer nachzubauen sind, kam mein Kumpel Chris auf die Idee, zweidimensionale Ansichten zu benutzen und diese auf die gewünschte Dicke zu laminieren. Die Technik ist eigentlich idiotensicher, doch muss erst mal herausgefunden werden, wie dick die Schichten eigentlich sein müssen. Also frisch ans Werk und alles auf 1mm Pappe geklebt:



Die hinteren Fahrwerke:









Das vordere:







Beide zusammen:





Im Grunde funktioniert alles, doch im genauen Vergleich mit dem Original sind die Schichten an einigen Teilen zu dick. Muss mal schauen, wie ich das lösen kann, ohne die Stabilität einzubüßen. Die Skier löste ich vorsichtig von der Pappe ab und klebte sie Rücken an Rücken fest.



Weiter geht's später, wenn ich von der Arbeit zurück bin! :)
« Letzte Änderung: 13. Februar 2020, 14:35:39 von Galactican »

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #72 am: 13. Februar 2020, 22:53:04 »
Die fertige Konstruktion:







Ein paar Kleinteile wie Spritzschutz, Greeblies und einer "L"-förmigen Spange werden noch hinzugefügt.

Aufmerksame Beobachter werden bemerkt haben, dass der obere Teil des Fahrgestells breiter ist als beim Original-Mockup. Dies ist ein Kompromiss, denn hätte ich das Gestell so aufgebaut wie das Original, wäre der obere Teil nicht breiter als 0,5 mm geworden. Dadurch hätte man keine stabile Verbindung zu den großen Streben herstellen können, das Gestell würde leicht abbrechen. Positiv anzumerken ist, dass diese Konstruktion ziemlich idiotensicher ist und durch das Gewicht des Vogels nicht zusammenbrechen sollte, werde ich sie in ähnlicher Weise auch für die größeren Maßstäbe benutzen. Dabei werde ich die Stärke der Laminierung nicht verändern. Soll heißen: Je größer der Vogel wird, desto näher kommt das Gestell dem Original. Sollte jemand eine bessere Lösung haben, wäre ich für jeden Vorschlag dankbar. ;)

Weiter geht's dann mit den Antriebsröhren. Diese sollten ziemlich einfach zu montieren sein. Mich interessiert dabei hauptsächlich die Textur und ihre Wirkung, da ich alle Linien nur nach Augenmaß positioniert habe. Bis denn! :)

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #73 am: 20. Februar 2020, 20:28:07 »
Da bin ich wieder! :smiler6:

Als ich mich dem Unterboden widmete, erkannte ich zwei Probleme. Zum einen war er viel zu lang. Ich musste ihn in Corel wohl aus Versehen gestreckt haben. Zum anderen gab es Grund zu einem Mega-Facepalm.

Normalerweise sollte die Grundlinie des Unterbodens vom Ende des Y-Stücks bis zum Beginn der Nase gerade verlaufen. Bei mir war das nicht der Fall. Mein Modell war hinten breiter als vorne und ich wusste nicht, warum. Als ich mir die Blaupausen nochmal genau ansah, erkannte ich, dass ich eine Projektionslinie als Panellinie gedeutet hatte!

So sah's aus:



Und so hätte es sein müssen:



Grund: Die Projektion dieser Kante:



Mit anderen Worten, das 3D-Modell hatte einen Fehler und war falsch abgewickelt.  :cussing:

Das führte zu ein paar Änderungen. Meinen Prototyp konnte ich nicht mehr ohne größeren Aufwand retten, aber da der Fehler die Außenkanten nur um jeweils 1mm vom Zentrum verschoben hatte, ließ ich es so und beschränkte mich auf die Korrektur der Bauteile.

Am Ende war ich froh, den Fehler während des ersten Tests gefunden zu haben, denn er wäre ohne weiteres auf die größeren Modelle übertragen worden.

So verbrachte ich einige Zeit mit Corel mit Verschieben und Messen von Linien. Und da ich gerade dabei war, verfeinerte ich das Fahrgestell.

Mein Bastelkumpel Chris aus den USA schickte mir ein Bild des Studiomodells von schräg unten. Ich konnte einige Strukturen ausmachen, doch viele Bereichen waren so dunkel, dass man nichts erkennen konnte. Also konsultierte ich das Moebius-Modell. Überraschnd stellte ich fest, dass es absolut keine Details in den Fahrgestell-Bays hatte. Nun denn. Dies gab mir ein wenig künstlerische Freiheit für die Ausgestaltung:



Ich hatte den Kragen hinter den Lufteinläufen als Zylinder geplant, um ihn einfacher texturieren zu können und den Bau zu vereinfachen. Nach Rücksprache mit Chris entschied ich mich, die Teile umzuarbeiten und sie zu Kegelabschnitten zu machen, wie man es beim Original-Modell sieht. Der Kegelabschnitt sollte eigentlich erst mit den größeren Kartonmodellen eingeführt werden, aber nun ist er auch beim kleinen vorhanden.  ;)



Hier der Vergleich des alten Unterbodens Teil 20 (links) mit dem neuen (rechts):



Mit dem linken könnte man glatt eine Stretch-Limo-Version der Viper bauen!  ;D
« Letzte Änderung: 20. Februar 2020, 21:07:17 von Galactican »

Offline Galactican

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Re: Battlestar Galactica: Colonial Viper Mk. I Eigenbau (Papier)
« Antwort #74 am: 20. Februar 2020, 20:56:24 »
Parallel zu den Änderungen in Corel stellte ich ein paar weitere Komponenten fertig. Die Teile der Lufteinkäufe sind auch auf der Rückseite texturiert. Dies wird erreicht, indem entsprechende Teile gegeneinandergeklebt (= laminiert) werden.

Die Schaufeln bekamen einen laminierten Kreis in die Mitte:





Die Teile für den oberen Antrieb werden vorgeformt, bevor sie aneinandergeklebt werden:









Die Einläufe der Seitenantriebe:













Beim Verkleben der Schaufeln wird die Platte ein wenig nach innen gedrückt, damit die Klebelaschen die Positionierung behindern.









Die Antriebsröhren sind sehr einfach montiert:





Bevor sie zusammengeklebt werden, werden sie wieder auseinandergefaltet und man schneidet zwei scharze Linien ein. In diese Einschnitte werden später die Flügel eingesteckt.



Und noch ein paar Greeblies auf Karton geklebt:



Diese werden später zur Detaillierung gebraucht.